Zabelgymnasium Gera räumt im Jahr des Schulsports ab

Gera/Weimar  Das Zabelgymnasium Gera hat bei Jugend trainiert für Olympia elf Landesfinals erreicht.

Fabio Schönfeld vom Geraer Zabelgymnasium gewinnt bei Triathlon-Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den ­Jungen-Wettbewerb mit 45 Sekunden Vorsprung.

Fabio Schönfeld vom Geraer Zabelgymnasium gewinnt bei Triathlon-Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ den ­Jungen-Wettbewerb mit 45 Sekunden Vorsprung.

Foto: Jens Lohse

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Im Jahr des Schulsports können die Schüler des Geraer Zabelgymnasiums auf sportlichem Gebiet auf eine beeindruckende Bilanz verweisen.

„Bei Jugend trainiert für Olympia haben wir elf Landesfinals erreicht. Nach den Schwimmern haben kurz vor Ende des Schuljahres auch noch die Triathleten erstmals den Sprung nach Berlin geschafft“, verriet Schulsportkoordinator und Sportlehrer Reinhard Thiel mit einer gehörigen Portion Stolz in der Stimme.

Im Triathlon erstmals im Landesfinale

Erstmals waren die Zabelgymnasiasten beim Triathlon-Landesfinale in der Wettkampfklasse III dabei. Kontrahenten in Weimar waren die Gymnasien aus Apolda, Nordhausen und Erfurt. „Wir sind als Außenseiter in den Wettkampf gegangen, wollten uns keinem allzu großen Druck aussetzen, zumal unser Team gerade bei den Mädchen sehr jung war“, erzählte Sportlehrer Robin Menzel. Der 29-jährige Pädagoge, der selbst noch 2013 als Fußballer mit Schott Jena im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV kickte, hatte schon die Schwimmer Mitte Juni nach Berlin geführt. Die Mädchen machten den Auftakt. 150 Meter Schwimmen, zwei Kilometer Radfahren und 900 Meter Laufen standen auf dem Programm. Tine Mieritz – jüngst bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften der Triathleten gestartet – war als Zweite beste Geraerin. Lara Pockrandt als Fünfte und Lisa Bischoff als Sechste kamen ebenfalls in die Wertung, während Daria Achs das Mannschaftsergebnis absicherte. „Wir kannten uns mit den örtlichen Gegebenheiten noch nicht so richtig aus. So schwamm Apolda immer auf der Innenbahn, hatte dann den kürzeren Weg zum Wechsel, was wir natürlich ausgleichen mussten“, so Robin Menzel. Trotz des Rückstands hatten sich die Zabel-Triathleten noch nicht aufgegeben. „Wir wussten um die Stärken unserer Jungs und die wollten alles geben, um noch an Vorjahressieger Apolda vorbeizuziehen“, erinnerte sich der Sportlehrer.

Die Triathleten im Team mussten sich beim Radfahren umstellen. Rennräder und Klick-Pedale waren nicht erlaubt. Nur auf Mountainbikes durfte gefahren werden. Während Carl Colberg mit einer heruntergefallenen Kette Pech ­hatte, lief es für die anderen ­Zabel-Jungen nach Plan. Multitalent Fabio Schönfeld gab alles und lief trotz der kurzen Strecke als Sieger 45 Sekunden ­Vorsprung heraus. Den Geraer Doppelerfolg machte Kurt Martin perfekt. Als Vierter leistete auch Tom Günther seinen Beitrag, um die Schulmannschaft des Zabelgymnasiums nach Berlin zu führen. Und das gelang. Drei Sekunden Vorsprung hatte man am Ende vor den siegverwöhnten Apoldaern. „Der Dank gilt auch den mitgefahrenen Eltern der Schüler, ohne deren Mitwirken die Räder gar nicht hätten transportiert werden können“, so Robin Menzel, der mit seinen Sportlehrerkollegen nun an der Zusammenstellung des Teams für das Bundesfinale bastelt.

Da einige Triathleten auch schon bei den Schwimmern dabei waren und Doppelstarts in Berlin aber nicht erlaubt sind, müssen weitere Kandidaten getestet werden, um dann im September in der Hauptstadt zwei schlagkräftige Teams zur Verfügung zu haben.

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