Zwei Geraer treffen sich am Schienenstrang

Heiligendamm / Gera.  Volker Kötzsch besucht während seines Ostseeurlaubes die Stationsvorsteherin der Molli-Bahn in Heiligendamm.

Die Fahrdienstleiterin des Bahnhofes Heiligendamm, Grit Esche, beim Bedienen der Schranken per Muskelkraft.

Die Fahrdienstleiterin des Bahnhofes Heiligendamm, Grit Esche, beim Bedienen der Schranken per Muskelkraft.

Foto: Volker Kötzsch

Die Bäderbahn „Molli“ verkehrt zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn an der Ostsee auf einer Strecke von 15,43 Kilometern. Zwei Züge fahren in entgegengesetzter Richtung mehrmals am Tag und begegnen sich auf halber Strecke im Bahnhof Heiligendamm.

Ein kürzlich ausgestrahlter TV-Beitrag des NDR über Heiligendamm stellte auch die dortige Stationsvorsteherin Grit Esche vor. Die junge Frau stammt aus Gera und lässt seit etwa vier Jahren die wunderschönen nostalgischen Dampfzüge nach ihrer Pfeife fahren. Früher war sie Straßenbahnfahrerin in ihrer Heimat.

Angeregt durch den Fernsehbeitrag und sein Interesse für Dampfzüge besuchte unser Leser Volker Kötzsch aus Gera während seines Urlaubes die Stationsvorsteherin und führte mit ihr ein nach seiner Einschätzung interessantes Gespräch.

Die Technik im Stellwerk des Bahnhofes, so erfuhr er, stamme größtenteils noch aus den 1930-er Jahren und funktioniere nach wie vor zuverlässig. Grit Esche bedient die Weichen und auch die Schranken per Hand. Das erfordere einigen Kraftaufwand. Diese Herausforderung bereite der Geraerin große Freude, berichtete sie. Die engagierte junge Frau sei mit dem Herzen dabei, meint Volker Kötzsch und erklärt: „Das Wort Digitalisierung ist hier fremd – und das ist auch gut so“.

Er wünscht der Geraerin Grit Esche und ihren Kollegen allzeit eine Gute Fahrt! mit den Zügen der Bäderbahn „Molli“ zur großen Freude der vielen Urlauber und Eisenbahnliebhaber.