Millionen-Investition abgeschlossen

Zweiter Linearbeschleuniger in Betrieb gegangen

Gera.  Zwei Beschleuniger der neuesten Generation sowie ein Gerät aus dem Jahr 2010 machen die Klinik, zu der eine Außenstelle in Altenburg mit einem weiteren Beschleuniger gehört, zu einem der größten Versorger in Thüringen.

 Blick auf den neuen Linearbeschleuniger. Hinter den dicken Wänden des Betonbunkers empfängt ein aufmunterndes Lichtbild die Patienten. 

 Blick auf den neuen Linearbeschleuniger. Hinter den dicken Wänden des Betonbunkers empfängt ein aufmunterndes Lichtbild die Patienten. 

Foto: Katrin Wiesner

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Der zweite hochmoderne Linearbeschleuniger ist in der Strahlenklinik des SRH Wald-Klinikums in Betrieb. Damit ist die acht-Millionen-Euro-Investition abgeschlossen, die vor anderthalb Jahren mit dem Bau eines neuen Bunkers begann, informiert das Unternehmen. Zwei Beschleuniger der neuesten Generation sowie ein Gerät aus dem Jahr 2010 machen die Klinik, zu der auch eine Außenstelle in Altenburg mit einem weiteren Beschleuniger von 2013 gehört, zu einem der größten Versorger in Thüringen. „Dank der neuen Technik können wir Tumorpatienten noch präziser und schonender bestrahlen“, sagt Chefärztin Priska Bank. Die Beschleuniger sind mit drehbaren CTs und 3-D-Scannern gekoppelt, die die millimetergenaue Lagerung des Patienten sichern. Die rotierenden Bestrahlungsmodule können so bösartiges Gewerbe treffsicher und hoch dosiert aus allen Richtungen beschießen. Die reine Bestrahlungszeit für Patienten verkürzt sich auf etwa ein Drittel. Mehr Zeitbedarf gibt es im Gegenzug für die genauere Überprüfung der exakten Lagerung der Patienten. Erstmals ist mit der Investition in Gera nun die so genannte stereotaktische Bestrahlung zur Behandlung von Metastasen in Kopf, Lunge, Leber und Knochen möglich. 25 Patienten wurden seit dem Start des ersten Gerätes im Frühjahr behandelt, deutlich mehr als geplant. Der verbliebene Beschleuniger aus dem Jahre 2010 soll nun vor allem zur Bestrahlung gutartiger Erkrankungen genutzt werden. Typisch sind Fersensporn, Tennisarm, Arthrosen. Weil die Kapazität nicht reichte, wurden Patienten in den letzten Monaten nach Altenburg verwiesen, einige ließen sich auf die Warteliste setzen. Das wird sich nun in absehbarer Zeit ändern.

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