Anglerverein 1955 Triebes veranstaltet Feriencamp am Triebeser Stau

Triebes  Zum dritten Mal veranstaltet der Anglerverein 1955 Triebes ein Feriencamp am Triebeser Stau. Der Angler-Nachwuchs hat die Ruhe weg und fängt gelegentlich einen Fisch.

Lea-Sophie ist konzentriert und gelassen und mit vier Jahren das jüngste Mitglied im Anglerverein 1955 Triebes. Doch ihre Angel beherrscht sie schon, wie die Großen.

Lea-Sophie ist konzentriert und gelassen und mit vier Jahren das jüngste Mitglied im Anglerverein 1955 Triebes. Doch ihre Angel beherrscht sie schon, wie die Großen.

Foto: Norman Börner

Was muss das jeden Morgen für ein malerischer Start in den Tag sein. Wenn die Kinder und Jugendlichen im Angelcamp frühs den Reißverschluss der Zelttür aufziehen. Die frische Luft in der Nase und die Ruhe des Triebeser Stau in den Ohren. Jetzt gegen Mittag kocht das Essen in der mobilen Küche. Aber es ist noch immer ruhig.

Auf den ersten Blick mag das für ein Zeltferienlager mit 18 Wirbelwinden von zwei bis 15 Jahren verwundern. Doch der Anglernachwuchs tickt eben ein wenig anders. „Als Angler brauchst du Ruhe und Geduld“, sagt Kevin Hilpert.

Seit drei Jahren veranstaltet der Anglerverein 1955 Triebes im Sommer das Zeltlager. Jugendwart Fabian Staudt kümmert sich federführend um das Projekt. „Die Kinder sind von früh bis spät beschäftigt. Denn Angeln ist weit mehr, als die Rute ins Wasser halten“, sagt er.

Wer die vielen Fachwörter hört, wenn die Kinder von ihrem Tag erzählen, merkt, dass dies stimmt. Was haben sie bis zum Mittag gemacht? „Erst haben wir Vorfächer gebaut. Dann Blei gegossen. Und ein paar Boilis gebastelt“, erklärt Aaron Anders. Ein Vorfach ist beim Angeln die Schnur vom Haken bis zur Hauptschnur. Für die großen Fische muss diese viel aushalten können. Die selbstgegossenen Bleichgewichte sorgen dafür, dass der Haken ins Wasser taucht. Und

Boilis sind spezieller Köder zum Karpfenangeln. „Das wichtigste beim Angeln ist eine gute Vorbereitung“, sagt Fabian Staudt. Und die zahlt sich aus. Während der Jugendwart noch über die Feinheiten philosophiert, hat bei Kevin Hilpert einer angebissen. Mit ruhigen Bewegungen holt er den Fisch an Land. Ein Karpfen. Gut 30 Zentimeter lang. „Das ist verrückt. Manchmal sitzt du stundenlang und nichts passiert. Und dann klappt es so überraschend“, sagt er. Doch das Warten gehöre einfach dazu. „Hier kannst du mal runterfahren und vom Schulstress abschalten“, sagt sein Kumpel Aaron. Dazu haben die Kinder die ganze Woche Zeit. Sie wollen noch am Pöllwitzer Badeteich, am Forstteich Neuärgerniß und am Jugendangelgewässer Kämpterteich in Neuärgerniß Fische fangen. Auch der Besuch des Freizeitparks Plohn steht auf dem Programm.

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