Greiz. So klappts mit einer bunten Blumenwiese in Greiz und anderswo.

Der Naturschutzbund (Nabu) Greiz empfiehlt bezüglich Wiesenpflege folgendes: Nachdem die erste Mahd der Wiese idealerweise Ende Mai erfolgt ist, sollte sie bis zum Sommerende wachsen dürfen. Ende August oder im September kann gemäht werden.

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Das Mahdgut sollte entfernt werden, damit die Wiese mager bleibt. Dann klappts auch mit Blühpflanzen. Ist die Wiese sehr nährstoffreich – das ist der Fall, wenn nur Gräser wachsen – muss mehr gemäht werden. Ganz wichtig: Jedes Mal das Gras einsammeln, weil es die Wiese düngt. Nur, wenn der Nährstoffgehalt abnimmt, können sich nach ein paar Jahren mehrjährige Blühpflanzen ansiedeln. Wilde Blühpflanzen können nicht auf nährstoffreichem Boden gedeihen. Je magerer der Boden, umso bunter.

Blühende Wiese im Juni in der Neuen Landschaft Ronneburg.
Blühende Wiese im Juni in der Neuen Landschaft Ronneburg. © Funke Mediengruppe Thüringen | Conni Winkler

Das Gras sollte auch nicht abgesaugt werden, weil das jede Wiese von Insekten, Larven, Käfer und Raupen berauben würde. Wenn die Wiesen größer sind, empfehle sich das abschnittsweise Mähen, das gebe Lebewesen die Möglichkeit, Zuflucht zu finden. Mähroboter zerhäckseln jegliche Kleinst- und Kleinlebewesen und sollten nicht verwendet werden. Sogar Kröten, Eidechsen und Igel würden verletzt. Der Rasen wird so zur grünen Wüste.

„Packen wir es an, die Natur in unsere Heimat zurückzuholen“, sagt Undine Adler vom Naturschutzbund Greiz, die für Fragen unter der Nummer 0151/ 581 82 151 zu erreichen ist.