Greiz. Die Vorweihnachtszeit ist Spendenzeit, auch in Greiz. Warum Tobias Schubert es schön findet, wenn das Geld im Landkreis Greiz bleibt.

Ich weiß nicht, ob sie den RTL-Spendenmarathon vor ein paar Wochen verfolgt haben. Stunden über Stunden trommelten Promis – oder solche, die vorgeben, das zu sein – für Spenden und der Zyniker in mir zuckte jedes Mal zusammen, wenn wieder ein trauriges Kind in einem mit zu Tränen rührender Musik unterlegtem Herz-Schmerz-Beitrag zu sehen war.

Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist es schön und lobenswert, wenn, wie in diesem Fall, Millionen Euro gesammelt werden, die dann bedürftigen Kindern zugutekommen. Aber manchmal war mir das alles zu sehr Show.

Tobias Schubert freut sich, wenn auch im Landkreis Greiz gespendet wird.
Tobias Schubert freut sich, wenn auch im Landkreis Greiz gespendet wird. © Peter Michaelis | Peter Michaelis

Es ist inzwischen schon so sehr Tradition, dass vor allem in der Vorweihnachtszeit Spenden für die verschiedensten Projekte gesammelt werden. Dabei sollte aber nicht aus den Augen geraten, dass es auch im Landkreis Greiz viele Aktionen gibt, die sich über Geld oder Geschenke freuen würde.

Das sind nicht nur die Tänzer von „kess“, die so viele Menschen schon eine Freude mit ihren Auftritten gemacht haben und jetzt einmal selbst Hilfe brauchen. Da ist auch beispielsweise das Kinderheim in Greiz oder der Hilfstransport Greiz-Brest, der aktuell mit der Krankenkasse DAK Gesundheit wieder Pakete für die schwerkranken Kinder in Brest sammelt. Es gäbe viele weitere Beispiele.

Es sind oft nur Kleinigkeiten, die benötigt werden und der Vorteil ist, dass man sieht, wo Geld oder Sachspenden bleiben. Wenn man will, kann man es den Akteuren direkt selbst in die Hand drücken und weiß dann, dass es nicht irgendwo in einer Organisation verschwindet. Und der Heimat hat man damit auch etwas Gutes getan.