Ronneburg/Greiz. Auch weil der Fachkräftemangel im Landkreis Greiz angekommen ist, ist man in Ronneburg stolz auf die Mitarbeiter aus der ganzen Welt.

Das Mitarbeiter- und das Azubi-Team des Pflegeheimes der Kreiskrankenhaus Greiz-Ronneburg GmbH in Ronneburg ist international: „14 unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus dem Ausland“, berichtet Heimleiter Thomas Pampel. Darunter sind neun Auszubildende, die aus Vietnam und der Mongolei kommen.

Einerseits bedauere er, dass in seinem Haus keine jungen Leute aus Deutschland die Ausbildung zur Pflegefachkraft absolvieren. Andererseits sei er aber auch froh, dass mit den ausländischen Azubis dem Fachkräftemangel im Pflegebereich entgegengewirkt werden könne.

Internationales Flair im Pflegeheim in Ronneburg

Und die jungen Leute aus Asien seien nicht nur überaus engagiert, sie bringen den Bewohnern des Pflegeheimes eben auch etwas internationales Flair nahe, schreibt das Krankenhaus.

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Damit sich die Azubis und Mitarbeiter auch außerhalb des Dienstes etwas besser kennenlernen können, hat Thomas Pampel gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Doreen Friedrich für alle einen ersten „Interkulturellen Nachmittag“ organisiert. „Unser Anliegen war, dass unsere deutschen Pflegefachkräfte und Pflegehelfer mit unseren ausländischen Mitarbeitern einmal zwanglos ins Gespräch kommen“, beschreibt der Heimleiter das Anliegen.

Mongolisches Khuushuur wird zur internationalen Brücke

Verbunden wurde der interkulturelle Nachmittag mit einem gemeinsamen Kochen. Dazu hatten sich die Auszubildenden aus der Mongolei bereit erklärt, ein traditionelles Gericht aus ihrer Heimat zuzubereiten. Auf dem Speiseplan standen also Khuushuur, das sind mit Hackfleisch gefüllte Teigtaschen. Für dieses Nationalgericht aus der Mongolei haben die Azubis gemeinsam mit den Mitarbeitern zunächst Zwiebeln und Knoblauchzehen geschnitten und die Hackfleischmasse kräftig gewürzt. Mit dieser füllten die Köche die Teigtaschen und brieten die Khuushuur in Öl beidseitig an. Dazu wurde ein Salat angerichtet. Ein gemeinsames Essen ließ den interkulturellen Nachmittag gesellig ausklingen.

„Insgesamt ging das Ganze rund drei Stunden und wir hatten beim Kochen und Essen eine wunderbare gemeinsame Zeit“, bilanziert Thomas Pampel den Nachmittag. Man sei miteinander ins Gespräch gekommen und alle Teilnehmer hätten die Aktion als sehr schön empfunden. „Die jungen Leute waren begeistert und haben mir gesagt, das müssen wir unbedingt wiederholen und so etwas unbedingt regelmäßig veranstalten“, freut sich der Heimleiter. Schnell sei deshalb klar gewesen, dass es bald den nächsten interkulturellen Nachmittag im Pflegeheim Ronneburg geben wird. Auch das Motto steht schon fest: Bei der Zweitauflage des internationalen Zusammenseins soll türkisch-ungarisch gekocht werden.