Bachsanierung in Greiz-Sachwitz abgeschlossen

Greiz.  Überflutungen, wie beim Hochwasser 2013, sollen durch die umfangreiche Baumaßnahme der Vergangenheit angehören.

Im Zuge der Bachsanierung in Greiz-Sachswitz erhielt die Straße Am Ehrenhain eine Asphaltdecke.

Im Zuge der Bachsanierung in Greiz-Sachswitz erhielt die Straße Am Ehrenhain eine Asphaltdecke.

Foto: Christian Freund

„Es genügte in der Vergangenheit schon ein starker Regenguss und das überlaufende Wasser aus dem Sachswitzer Bach suchte sich den Weg durch unser Firmengelände. Jedes Mal, wenn ein solches Ereignis vom Wetterbericht vorhergesagt wurde, haben wir unsere Rolltore mit Sandsäcken schützen müssen, um die Schäden zu minimieren“, erklärte der Geschäftsführer Gerd Löffler der Firma Bau und Leben Heidrich in Greiz-Sachswitz, vormals Bauzentrum Heidrich.

Seitdem die Gemeinschaftsbaumaßnahme Instandsetzung Sachswitzer Bach realisiert ist, „haben wir beim letzten Starkregen keine Probleme mehr gehabt. Auch die Anwohner berichteten, dass ihre Keller nicht mehr vollliefen“, ergänzte Janet Löffler, Junior-Geschäftsführerin des Unternehmens.

Auslöser für Maßnahmewar Hochwasser 2013

Auslöser für die von Bund und Land Thüringen zu 100 Prozent geförderte Maßnahme im Rahmen des Aufbauhilfeprogramms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden war das Hochwasser im Jahr 2013, das die bisherige Verrohrung so stark beschädigte, so dass sie nicht wieder instand gesetzt werden konnte, und im Gebiet starke Schäden hinterließ.

Bauherr ist die Stadt Greiz, die mit dem Zweckverband Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster/Greiz (Taweg), der Reichenbacher Ingenieurgemeinschaft Stu GmbH und der Baufirma Hoch- und Tiefbau Reichenbach die Maßnahme realisierte. Die Verrohrung der insgesamt 300 Meter langen Strecke erfolgte vom Einlaufbauwerk Am Ehrenhain bis zum Auslaufbauwerk, von da aus fließt der Bach wie gehabt offen bis in die Elster. Außerdem musste ein neuer, günstigerer Trassenverlauf gefunden werden. Auf einer Strecke von etwa 200 Metern wurde von der Taweg gleichzeitig eine Schmutzwasserleitung verlegt.

Verlegung der Rohre unter der B 92 war schwierig

Einen besonders schwieriger Bauabschnitt betraf die Verlegung der Rohre mittels Bohrvortrieb unter der Bundesstraße 92, die im Verlaufe der gesamten Baumaßnahme teilweise halbseitig für den Verkehr gesperrt werden musste. Die große Baumaßnahme ist bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen und soll Ende Oktober endgültig der Vergangenheit angehören.

„Für uns ist jetzt die Normalität zurückgekehrt, denn aufgrund der Arbeiten, die auch auf unserem Gelände stattfanden, haben wir natürlich Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Dennoch sind wir, wie weitere betroffene Anwohner, sehr froh darüber, dass dieses Hochwasserproblem durch diese großangelegte Baumaßnahme, die Anfang Februar begann, gelöst werden konnte“, erklärte Gerd Löffler, der sich auch bei den Bauarbeitern bedanken möchte, die sich sehr kooperativ gegenüber den Grundstückseigentümern verhalten haben. Der Ortsteilrat Sachswitz/Dölau/Rothenthal wurde vor Beginn der Baumaßnahme durch die Greizer Stadtverwaltung informiert.