CDU fordert: Badewelt Waikiki soll nicht mehr Nummer 1 sein

Zeulenroda-Triebes  Hauptausschusssitzung der Stadt Zeulenroda-Triebes: CDU-Fraktion fordert wirtschaftliche Zukunft des Bades zu überdenken.

Dr. Horst Gerber (FDP).

Dr. Horst Gerber (FDP).

Foto: Heidi Henze

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Oberstes Ziel muss sein, das Projekt Badewelt Waikiki wirtschaftlich und zukunftssicher zu gestalten, aber hier vorrangig die erforderliche Rücksicht auf die Haushaltslage der Stadt walten lassen“, heißt es in einem der insgesamt fünf Anträge, die der CDU-Stadtrat Markus Hofmann zur Hauptausschusssitzung der Stadt Zeulenroda-Triebes einbrachte.

Zu den Anträgen, die die Hauptausschussmitglieder kräftig diskutierten, zählten neben dem Antrag zum Waikiki, auch der, wo die Fraktion forderte, die Badewelt von der Prioritätenliste ganz oben zu streichen und mehr Transparenz, Verständnis und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Stadträten zu erreichen.

Forderung, Badewelt von Liste zu streichen

Zu den Vorlagen, die unter den Hauptausschussmitgliedern am meisten diskutiert wurden, zählte der Antrag, in dem die CDU-Fraktion forderte, die Badewelt von der Prioritätenliste zu streichen. Diesen Beschluss hatten die Stadträte in der vergangenen Legislaturperiode gefasst.

Markus Hofmann erläuterte das Ansinnen zu diesem Beschluss. Seine Fraktion möchte damit erreichen, dass die Stadt Zeulenroda-Triebes damit mehr Handlungsspielraum bekommt und auch der Kämmerer der Stadt, Christian Födisch, mehr Luft zum Atmen beim Erstellen des Haushaltsplanes 2020. Dieser Beschluss, der dann auch in den Stadtrat eingebracht werden sollte, wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses abgelehnt.

Für Christian Födisch war dieser Vorschlag durchaus ungewöhnlich, zumal er sich in seiner Planung an den Beschluss zu halten hatte. Für den Bürgermeister Nils Hammerschmidt (parteilos) wäre die Konsequenz, dass man zuerst für die Stadt planen würde und was noch übrig bleibt, könnte dann für das Waikiki verwendet werden. Hofmann sieht darin das Stellen der Weichen für die Zukunft. Horst Gerber, FDP-Stadtratsmitglied, sieht eine Trennung zwischen Badewelt Waikiki und Stadt. Er fragte, wem dieser Beschluss nutzen sollte.

„Seit Jahren investieren wir in den Tourismus, vielleicht ist das eine oder andere zu groß gebaut worden, doch das hatte ich bereits in den vergangenen Jahren bemängelt“, sagt Horst Gerber. Er vertritt die klare Meinung, dass die Badewelt Waikiki ein Ganzjahresangebot für Touristen und Einheimische ist, das es gilt, zu erhalten.

Zu teuer für die Stadt? – Wie weiter mit der Badewelt Waikiki in Zeulenroda-Triebes

Bad belastet Zeulenrodaer Haushalt: Steht das Waikiki vor dem Aus?

Horst Gerber erinnert daran, dass noch 360.000 Euro getilgt werden müssen aus Zeiten des Baus der Badewelt. Er spricht sich konsequent gegen einen solchen Beschluss aus.

Auch wenn Hofmann versucht mit den Worten: „Wir leben jetzt und hier“ seinem Ansinnen mehr Ausdruck zu verleihen versuchte, die Hauptausschussmitglieder lehnten eine Weiterleitung in Form einer Beschlussvorlage an den Stadtrat ab.

Einwohnerversammlung in Triebes

In einer weiteren ­Beschlussvorlage forderte die CDU eine bessere Kommunikation mit den Amtsleitern der Stadtverwaltung. So wurde nicht nur der Antrag auf Einsicht, sondern auch die Herausgabe des Schriftverkehrs mit der Kommunalaufsicht gefordert. In der vergangenen Stadtratssitzung wurden die Mitglieder der CDU-Fraktion darüber informiert, dass sie sämtliche Unterlagen vor Ort im Amt einsehen können nach vorheriger Terminabsprache. „Das ist von ehrenamtlichen Stadträten nicht in diesem zeitlichen Übermaß zu erwarten. Hier könnte sonst der Eindruck entstehen, dass Informationen bewusst zurückgehalten werden“, heißt es in dem Antrag. Dietmar Reich, Leiter des Ordnungsamtes, erläuterte dazu, dass diese Verfahrensweise im Paragraf 23, Absatz 3 in der Thüringer Kommunalordnung geregelt ist.

Eine weitere Vorlage beauftragte den Bürgermeister Nils Hammerschmidt, Einwohnerversammlung in Zeulenroda-Triebes einzuberufen.

Er ist dazu laut Hauptsatzung der Stadt einmal im Jahr verpflichtet. In Triebes findet nun am Dienstag, dem 26. November eine Einwohnerversammlung statt, in Zeulenroda folgt eine weitere.

Meine Meinung:

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren