Benjamin Schmutzler über eine Woche der jungen Macher

Noch immer die starken Traktorzieher in Nitschareuth und die fleißigen Feuerwehrleute aus Triebes im Hinterkopf, konnte ich mich zu Beginn der Woche einer Leidenschaft von mir widmen, dem Sport.

Und dann noch einer Disziplin, die ich früher selbst gern und oft ­gespielt habe. Dass gestandene Basketballer es nicht so gern hören oder lesen, wenn bei ihrem Sport von Korbball berichtet wird, weiß ich. Die Jungs der Greizer Bullets werden mir diesen Hasch nach einem Synonym bestimmt verzeihen, sofern genügend Zuschauer zum ersten Greizer Streetball-Turnier am heutigen Samstag erscheinen. Kleiner Tipp von mir: Der erste Preis beim „Dreier-Contest“ ist ziemlich cool. Mitmachen lohnt sich also, allein weil das Werfen und Dribbeln mit dem orangefarbenen Ball tierisch Spaß macht.

Ob die beiden jungen Gründer des Pflegeplatzmanagers auch so gern Sport treiben? Wenn sie hinsichtlich ihres Geschäftsmodells mit gutem Beispiel vorangehen, dann sicherlich. In jedem Fall hat es mich beeindruckt, wie mit einer guten, innovativen Idee innerhalb kurzer Zeit ein Markt erschlossen werden kann. Und ein Team aus Mitarbeitern, die im Schnitt 30 Jahre alt sind, klingt auch spannend, wenngleich bekanntlich die Meinung eines älteren Hasens Gold wert sein kann.

Sehr unrühmlich waren in dieser Woche die Fälle von Vandalismus in Greiz. Verschmutzte Gehwege mit Hakenkreuzen oder gestohlene Holzbienen – es bedarf nicht vieler, weiterer Worte. Über die Motivation dahinter kann ich nicht urteilen, über die Aktion an sich schon. Es ist eine Sauerei und ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die ihre Heimatstadt schön und am ­Leben halten möchten.

Zum Schluss aber noch eine schöne Geschichte. Erneut spielen Bürger eine Rolle, die ihren Mitmenschen etwas Positives vermitteln. Und erneut sind diese Initiatoren noch sehr jung, wie Melanie Staege vom Verein Thearter. Mit ihren Mitstreitern organisiert sie auch dieses Jahr die Sommerkulturtage in Greiz. Die Macher des kleinen Festivals scheuen dabei weder einen neuen Veranstaltungsort, noch ein südamerikanisches Konzept am Eröffnungstag.

Wer nicht wagt, der nicht ­gewinnt, heißt es ja. Und es ist ein überschaubares Wagnis, wenn dahinter gute Ideen stecken und engagierte Umsetzer die Fäden ziehen.

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