Café Poser mit neuen Besitzern

Berga.  Doreen und Thomas Berlin haben das traditionsreiche Café Poser in Berga übernommen. Das sind ihre Pläne.

Doreen (links) und Thomas Berlin wollen das Café Poser in Berga wieder mit Leben erfüllen.

Doreen (links) und Thomas Berlin wollen das Café Poser in Berga wieder mit Leben erfüllen.

Foto: Marcus Voigt

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Das Café Poser in Berga hat seit Dezember des vergangenen Jahres wieder geöffnet. Doreen und Thomas Berlin haben die traditionsreiche Gaststätte in der August-Bebel-Straße übernommen.

Zuvor war das Café Poser seit Beginn des Jahres 2019 geschlossen. Die Vorbesitzer hätten aus familiären Gründen aufgegeben, heißt es. „Wir waren selbst immer hier, deswegen fanden wir es sehr schade, dass das Café geschlossen hat. Sonst gibt es hier ja auch keine Gaststätte mehr. Irgendwann haben wir gesagt: Komm, wir wagen es“, so Thomas Berlin.

„Wir haben die Chanceeinfach genutzt“

Für das Ehepaar ist die Übernahme des Cafés Poser aber keineswegs der erste Schritt als Unternehmer. Mit der Drogerie in der Bahnhofstraße und einem Nagelstudio sind sie schon länger selbstständig. Die Gaststätte sehen sie als zweites Standbein an. „Wir haben die Chance einfach genutzt, weil es im Einzelhandel ja bekannterweise eher schwierig ist“, so Doreen Berlin.

Das Café Poser sei immer beliebt gewesen, deswegen wolle man am bewährten Konzept festhalten. In dem Gastraum für 60 bis 70 Personen werde gutbürgerliche Küche serviert. Hinter dem Herd steht Uwe Männche, der bereits zuvor im Café Poser kochte. „Ohne ihn hätten wir es auch nicht gewagt, denn wir sind in der Gastronomie Anfänger“, sagt Doreen Berlin.

Die Gäste sind zufrieden, sagt das Ehepaar

Ihr Mann sei zusammen mit drei Mitarbeiterinnen für den Service zuständig. „Ein volles Tablett oder viele Teller gleichzeitig tragen, ist schon eine Herausforderung. Bevor nur die Hälfte ankommt, gehe ich lieber zweimal“, sagt Thomas Berlin.

Mitarbeiterinnen für das Café zu finden, sei nicht schwierig gewesen. „Wobei es auch ein glücklicher Zufall war, dass wir uns schon vorher kannten. Sie ziehen hier alle gut mit, wir haben ein tolles Team“, sagt Doreen Berlin.

In Berga komme es gut an, dass sie das Café übernommen haben, sagt das Ehepaar. „Klar gibt es auch immer Neider, die Schwachsinn erzählen. Aber die meisten freuen sich und wir bekommen zufriedene Rückmeldungen für unsere Arbeit“, so die 48-Jährige.

Bürgermeister Heinz-Peter Beyer (parteilos) sagt, dass es „eine tolle Sache für die Stadt ist, dass das Café Poser als wichtiger Treffpunkt wieder geöffnet hat.“ Zur Eröffnung habe man viele Glückwünsche, Blumen und kleine Präsente von Gästen bekommen, so Thomas Berlin. „Da kann man sich nur bedanken“, sagt der 55-Jährige.

Nun wolle man erst einmal einen „soliden Start hinlegen“, so Thomas Berlin. „Wir dachten eigentlich, dass es im Januar weniger an Gästen wird. Aber wir bekommen gerade viele Bestellungen rein“, sagt er. Wie zum Beweis klingelt das Telefon am Freitagvormittag in regelmäßigen Abständen.

Momentan kämpfe man noch mit der Bowlingbahn im Haus, so Thomas Berlin. „Die war fast ein Jahr lang aus, als wir sie angeschaltet haben, ging gar nichts“, sagt er. Die Reparaturen an der Bowlingbahn sollen allerdings so schnell wie möglich abgeschlossen sein. Buchen könnten Gäste hingegen schon die drei Zimmer, in denen übernachtet werden kann.

Ob das Ehepaar noch neue Ideen für das Café Poser hat? „Wir haben einiges im Kopf, lassen uns mit der Umsetzung aber Zeit“, sagt Doreen Berlin. Angst, dem Erwartungsdruck als neue Chefin des Cafés nicht gerecht zu werden, habe sie nicht.

Das Café Poser hat donnerstags von 17 bis 22 Uhr, freitags von 17 bis 23 Uhr, samstags von 11 bis 23 Uhr und sonntags von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

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