Die ganz besonderen Kleider der Kaiserin in der Greizer Vogtlandhalle

Greiz  Ganzjahres-Schauspielwerkstatt des Greizer Theaterherbstes lädt am 18. Oktober noch einmal zu aktuellem Stück ein

Die Ganzjahres-Schauspielwerkstatt zeigt nochmals ihre Version von „Des Kaisers neue Kleider“.

Die Ganzjahres-Schauspielwerkstatt zeigt nochmals ihre Version von „Des Kaisers neue Kleider“.

Foto: Karsten Schaarschmidt

Sie sind chic, einzigartig und extravagant, die Kleider der Kaiserin. Dumm nur, dass sie eigentlich gar nicht existieren. Oder doch? Wer duckmäusert, Speichel leckt oder nur auf seinen Vorteil bedacht ist, gibt allerdings vor, die Kleider zu sehen.

Hans Christian Andersen hat 1837 seine Parabel „Des Kaisers neue Kleider“ geschrieben. Und was hat sich seitdem verändert? Nichts. Das hochaktuelle Märchen ist in der Fassung der Ganzjahres-Schauspielwerkstatt des Greizer Theaterherbstes am Freitag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, nochmals nach der umjubelten Premiere im ­Sommer in der Vogtlandhalle Greiz zu sehen, teilt der Verein mit.

„Es ist erstaunlich, wie sehr das Stück immer noch in unsere Realität passt“, sagt Martin Heesch, Künstlerischer Leiter des Festivals und Regisseur der Werkstatt.

In der Greizer Version erzählt das Märchen, das sowohl die Kleinen als auch im Besonderen die Großen ansprechen will, von einer Kaiserin, die sich von zwei windigen Betrügern für viel Geld immer neue, unterschiedliche Gewänder weben lässt. Die angeblichen Modeschöpfer gaukeln der Monarchin vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien.

Das Stück greift Themen, wie egoistisches Machtstreben, beeinflussbare Individuen oder die Dummheit der Masse auf und offenbart die Verführbarkeit des Einzelnen wie auch größerer Gruppen.

Satirische Parabel ist entstanden

Entstanden ist innerhalb der Ganzjahreswerkstatt eine satirische Parabel, bei der den Besuchern nicht nur einmal das Lachen im Hals stecken bleibt – und in der sich außer dem Blick zu Politikern jenseits des großen Teiches gleichfalls Parallelen zum näheren Umfeld ziehen lassen.

Wer dann am Ende den Schwindel der beiden Betrüger auffliegen lässt, bleibt selbstverständlich geheim, ist jedoch ganz besonders witzig – Spannung ist somit garantiert, so der Theaterherbst in seiner Einladung.

Karten für neun beziehungsweise sieben Euro (ermäßigt) gibt es unter: Greizer@Theaterherbst.de oder unter der Telefonnummer 03661/67 10 50.

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