Ehemaliger Pächter sauer über Bowlingbahn-Versteigerung

Greiz.  Frank Hofmann wollte den Greizer Freizeittreff weiterführen. Vorerst wurde kein Käufer für die Anlage gefunden.

Der ehemalige Bowlingtreff Strike ist seit dem Frühjahr geschlossen.

Der ehemalige Bowlingtreff Strike ist seit dem Frühjahr geschlossen.

Foto: Marcus Voigt

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Für den ehemaligen Greizer Bowlingtreff Strike hat sich bei zwei Auktionen kein Käufer gefunden. Dies sagte Pia Köhler von der zuständigen Sächsischen Grundstücksauktionen auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Bowlingbahn in der Werdauer Straße wurde für ein Mindestgebot von 49.000 Euro bei zwei Auktionen in Dresden und Leipzig am vergangenen Donnerstag und Freitag angeboten. Das Objekt gehe nun in einen zweimonatigen Nachverkauf, in dem sich noch Interessenten melden könnten, sagte Köhler. Für zwei Wohnungen im gleichen Gebäudekomplex, die ebenfalls versteigert worden, hätten sich hingegen Käufer gefunden, so Köhler.

Indes hat sich der langjährige Pächter der Bowlingbahn, Frank Hofmann, zu Wort gemeldet. Zusammen mit seiner Frau Birgit hatte er den bei den Greizern beliebten Freizeittreff bis Frühjahr diesen Jahres betrieben. Hofmann sagt, dass er den Bowlingtreff gerne weitergeführt hätte, die Verhandlungen mit dem Eigentümer, der Vorsorge Plusplan Albert KG, jedoch gescheitert seien.

Unterschiedliche Vorstellungen über den Kaufpreis

So hätten die Hofmanns den bestehenden Pachtvertrag zum 31. Dezember 2018 aufheben wollen, um neue Konditionen auszuhandeln. Die Vorsorge Plusplan Albert KG habe daraufhin mitgeteilt, dass für sie nur ein Verkauf der Immobilie inklusive der Bowlinganlage in Frage komme. 70.000 Euro hätten die Hofmanns dafür geboten. Der Eigentümer habe hingegen 100.000 Euro gefordert, woran die Verhandlungen schließlich gescheitert seien. „Durch Spekulationen und durch eine Art des Zockens waren wir gezwungen, uns eine andere Arbeit zu suchen“, schreibt Frank Hofmann in einer Stellungnahme. Nach 15 Jahren sei dies ein schmerzhafter Schritt gewesen. Umso mehr ärgere es ihn, dass die Bowlingbahn nun für ein Mindestgebot von 49.000 Euro zur Versteigerung stand. Kyra Pierburg, zuständige Gesellschafterin der Vorsorge Plusplan Albert KG, wollte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen Hofmanns äußern.

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