Greiz: Eine Viertelstunde zum Schutz der Mitarbeiter und Partner

Katja Grieser
| Lesedauer: 2 Minuten
Der Greizer Unternehmer Jens Geißler.

Der Greizer Unternehmer Jens Geißler.

Foto: Katja Grieser

Greiz/Langenwetzendorf.  Der Greizer Jens Geißler lässt in seinen Unternehmen regelmäßig Corona-Tests durchführen.

Nicht jeder Unternehmer kann seine Angestellten zum Arbeiten nach Hause schicken. Unternehmer Jens Geißler beispielsweise ist das mit seinen Firmen Blechtech in Greiz und Feutron in Langenwetzendorf nur bedingt möglich. Ihm ist der Schutz seiner Mitarbeiter natürlich dennoch wichtig und deshalb lässt er sie regelmäßig auf Corona testen. Corona-Lockdown wird in Thüringen verlängert - Kritik von der Opposition

Zwei Mitarbeiter geschult

„Ich habe bei der Blechtech und bei Feutron jeweils einen Beschäftigten ausbilden lassen, die nun die Abstrichtests durchführen können. Dadurch sind wir in der Lage, unsere Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt testen zu lassen“, erzählt Geißler.

Gerade bei der Feutron sei das wichtig, denn mit den dort hergestellten Klimakammern ist man international, etwa bei Autoherstellern, unterwegs. Die Langenwetzendorfer Technik kann nur von den dortigen Fachleuten in Betrieb genommen werden. Das bedeutet, dass die Monteure auch ins Ausland müssen. „Wir haben beispielsweise einen Auftrag in Österreich und dort wird ebenfalls jeder Mitarbeiter getestet“, so der 59-Jährige, der weiß, dass es mittlerweile schon eine ganze Reihe Firmenchefs gibt, die in ihre Unternehmen nur Fremde lassen, wenn die einen negativen Test vorlegen können.

Zunächst hat Jens Geißler die Sache selbst probiert. „Ich dachte mir, bevor ich es meinen Leuten zumute, versuche ich es. Es ist ein bisschen unangenehm, aber nichts Dramatisches“, sagt er und freut sich, weil die in seinen Firmen Beschäftigen – insgesamt sind es 100 – die regelmäßigen Tests inzwischen als selbstverständlich hinnehmen würden. „Es ist ja auch eine hervorragende Geschichte, so können wir den Betrieb aufrecht erhalten.“

Die Kosten für die Tests trägt Geißler, weil es ihm wichtig ist, dass die Geschäfte weiter laufen. Er kaufe sie von einem Thüringer Anbieter, um die Region zu stärken, wie der Greizer betont.

Der Zeitaufwand sei relativ gering, „das dauert nur eine Viertelstunde“. Nachdem der Abstrich genommen wurde, komme das Wattestäbchen in ein Reagenzglas, in das dann eine spezielle Flüssigkeit gegeben wird. Mit Hilfe eines Streifens – „ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest“ – kann dann abgelesen werden, ob sich jemand mit dem Virus infiziert hat.

Bislang noch kein Corona-Fall

„Das ist alles so einfach. Ich frage mich, warum dann viele Behörden wegen Corona geschlossen haben und keinen Service mehr anbieten“, so Jens Geißler kopfschüttelnd. Bislang habe es in seinen Unternehmen übrigens noch keinen Corona-Fall gegeben. Erster Patient in Greizer Impfstelle geimpft