Erinnern und bilden: Tobias Schubert über das kulturelle Greiz

Die Entscheidung vor 90 Jahren, in Greiz auch einen großen Fokus auf die Kultur zu legen, wirkt bis heute nach.

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Wenige Städte, die sich in der Größe mit Greiz vergleichen lassen, können mit einem ähnlichen kulturellen und musealen Angebot aufwarten. Das sollte man auch nicht in Frage stellen.

Kultur ist und bleibt ein Zuschussgeschäft. Manche meinen deswegen, dass sie in Wettstreit beispielsweise mit dem Infrastrukturausbau gehen muss. Etwa wenn gefragt wird, warum Geld für Museen ausgegeben wird, aber nicht für die Sanierung von Straßen. Einmal abgesehen davon, dass sich diese Frage eigentlich gar nicht stellen dürfte – Kommunen müssten genug Geld erhalten, um sich beides im angemessenen Rahmen leisten zu können –, Kultur ist genauso ein Standortfaktor wie Straßen oder Schulen.

Zumal Museen auch Orte der Erinnerung und der Bildung sind. Wo werden gesellschaftliche Abläufe der vergangenen Jahrzehnte oder Jahrhunderte deutlicher als in einer gut gemachten Ausstellung? Wo sonst könnte man anschaulich und auf relativ geringem Platz komplexe Situationen auch über viele Jahre hinweg darstellen und vergleichen, so wie es in der neuen Ausstellung der Fall ist? Dazu kommt, dass im Greizer Fall auch die musealen Gebäude Zeitzeugen sind. Das Obere Schloss kann man sogar als das Greizer Wahrzeichen bezeichnen. Das kann man nicht abschaffen.

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