Straßenfreigabe

Friedhofstraße in Greiz wieder offen

Greiz.  Nach zehn Monaten Bauarbeiten kann der Verkehr wieder rollen. Probleme bereitete unter anderem die Marienstraße.

Der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (erste Reihe, Vierter von links) und Taweg-Geschäftsleiterin Ines Watzek (erste Reihe, Sechste von links) mit anderen Beteiligten beim symbolischen Banddurchschnitt bei der Freigabe der Friedhofstraße in Greiz.

Der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (erste Reihe, Vierter von links) und Taweg-Geschäftsleiterin Ines Watzek (erste Reihe, Sechste von links) mit anderen Beteiligten beim symbolischen Banddurchschnitt bei der Freigabe der Friedhofstraße in Greiz.

Foto: Tobias Schubert

Der Verkehr in der Friedhofstraße in Greiz, zwischen Parkgasse und Siebenhitze, kann wieder rollen. Nach zehn Monaten, in denen dort gebaut wurde, wurde sie am Dienstag freigegeben. Investiert wurden insgesamt rund 820.000 Euro, wovon der Zweckverband Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung Weiße Elster/Greiz (Taweg) mit rund 541.000 Euro – 430.000 Euro im Abwasserbereich, 111.000 Euro im Trinkwasserbereich – den Löwenanteil übernahm. Im Jahr 2018 hatte die Stadt Greiz bereits eine Bewilligung über 55 Prozent der Kosten über die Städtebauförderung bekommen.

Die Friedhofstraße sei einer der letzten Straßenabschnitte in der historischen Altstadt, der nach der Wende noch auf seine grundhafte Sanierung gewartet habe, sagte der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (parteilos). Schon seit 2017 seien erste Gespräche gelaufen, schnell sei klar gewesen, dass es eine Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Zweckverband werden müsse. Bei der Ausschreibung im Oktober 2018 erhielt die Firma Caspar-Bau aus Greiz den Zuschlag. Die Planung der Maßnahme übernahm das Büro Kovacic und Partner aus Wellsdorf in der Gemeinde Langenwetzendorf „Die Baumaßnahme verlief ruhig, geordnet und ohne Zwischenfälle und deshalb ist allen Beteiligten ein großer Dank auszusprechen“, so Schulze. Allen Beteiligten sei es gelungen, die Stadt Greiz wieder ein Stück weit aufzuwerten und nachhaltig zu bewahren.

Arbeiten mit vielenHerausforderungen

Während der Bauarbeiten habe es jedoch gleich mehrere Herausforderungen gegeben, erinnerte sich der Bürgermeister. Zum einen liefen parallel zu den Arbeiten in der Friedhofstraße auch die am hinteren Schlossaufgang. Weiterhin habe man die komplizierte Verkehrsführung koordinieren müssen. Zudem kam dazu, dass man die Zufahrt zu den Gewerbetreibenden vor Ort, unter anderem die Orcom Holding GmbH, und zu anderen wichtigen Einrichtungen wie Dialyse und Radiologie gewährleistet musste. Dafür gab es auch einen großen Dank an Stadt und Baufirma vom Firmenchef Jens Geißler. Und nicht zuletzt sah man sich plötzlich auch mit einer unerwarteten Situation konfrontiert: Die Marienstraße in Greiz, die direkt auf die Friedhofstraße führt, musste wegen einer Schrottimmobilie im Frühjahr 2019 gesperrt werden und blieb es auch für einige Zeit.

Circa 550 Quadratmeter Straße sowie 500 Quadratmeter Gehweg und Parkbuchten wurden laut Schulze neu errichtet, eine Bushaltestelle kam dazu. Der Zweckverband erneuerte unter anderem zum Teil die Kanalisation und wechselte zwei Trinkwasserleitungen aus, wie dessen Geschäftsleiterin Ines Watzek erläuterte. Die Kanalisation sei zwischen Friedhofstraße und Parkgasse zum Teil sehr schadhaft gewesen, so dass man sie in offener Bauweise erneuern musste, erklärte sie weiter. Auch die Bauarbeiten an der Bahnbrücke im Bereich Freiheitsbrücke und die damit verbundenen Sperrungen der Brückenstraße und der Parkgasse hätten den Bauablauf zum Teil erheblich beeinflusst.

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