Geschichte von drei Räubern mit Herz in der Greizer Vogtlandhalle

Greiz  Die Kinder der Schauspielwerkstatt des Theaterherbstes geben bezaubernde Premiere

Mit Schmackes und Ausdruck: Die jüngsten Akteure des Greizer Theaterherbstes präsentierten ihr Stück „Fette Beute“, bei dem die Regensburger Theaterpädagogin Elisabeth Schneider Regie führte.

Mit Schmackes und Ausdruck: Die jüngsten Akteure des Greizer Theaterherbstes präsentierten ihr Stück „Fette Beute“, bei dem die Regensburger Theaterpädagogin Elisabeth Schneider Regie führte.

Foto: Karsten Schaarschmidt

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Sie sind gefährlich und gnadenlos. Nichts und niemand ist vor ihnen und ihrer Raublust sicher. Und in einer versteckten Höhle im Wald horten sie ihre „Fette Beute“. Unter diesem Titel feierte die Schauspielwerkstatt für Kinder des XXVIII. Greizer Theaterherbstes in der Vogtlandhalle ihre Premiere. Unter Leitung der Regensburger Theaterpädagogin Elisabeth Schneider präsentierten die jüngsten Akteure des Festivals ihre Version von Tomi Ungerers Geschichte „Die drei Räuber“ – und bezauberten vom ersten Moment an ihre gut 60 Zuschauer.

Räuber eins, zwei und drei sind in den Dreißigern, einer sogar Millionen Jahre alt. Sie lieben es zu rauben, haben Pistolen oder einen Blasebalg als Waffe. Eines Tages fangen sie eine besondere Beute, zwei Waisenkinder. Und da die beiden, deren Eltern vom Wolf gefressen und vom Drachen geschnappt wurden, nicht wissen, wohin sie sollen, begleiten sie die drei eigentlich ganz liebenswerten Ganoven. In der Höhle entdecken sie die milliardenschwere Beute, die von den Räubern in all den Jahren zusammengetragen wurde. „Was macht ihr mit all dem Geld, Gold und Edelsteinen?“, fragen die Waisenkinder. Schulterzuckend antworten die Langfinger im Chor: „Keine Ahnung?“ Die Waisenkinder wissen Abhilfe. Und die Räuber zeigen Herz. Kurzerhand wird ein Schloss gekauft, in dem viele Waisenkinder einziehen und ein neues Zuhause bekommen. Langweilig wird es im Schloss keinesfalls. Dort gibt es neben einem Dinomuseum auch ein Autohaus, einen Friseur, eine Eisdiele und am beliebtesten ist natürlich die Disko.

Mit viel Schmackes und Ausdruck nehmen Freya Baron, Emil Emmerich, Clara Freese, Fynn Lorenz, Jaron Walper die Bühne für sich ein. Die Grundschüler gehen in ihren Rollen auf und erzählen die herzerwärmende Geschichte um Empathie und Fantasie. Werkstattleiterin Elisabeth Schneider stülpt den Mimen nichts über, lässt sie authentisch im Spiel agieren und gibt ihnen einfache, aber wirkungsvolle Spielideen an die Hand. Schlicht und dennoch ausreichend, um den Film im Kopf zu starten, ist das von der Berliner Künstlerin Julia Kopa erarbeitete Bühnenbild mit wundervoller Postkutsche, prunkvollem Schloss und Schatztruhe.

Die Premiere der Schauspielwerkstatt für Kinder, deren Pate der Greizer Holger Steiniger war, lieferte einen Vorgeschmack auf die Festivalwoche. Wer die Kinder, die für ihr Spiel zu Recht mit viel Applaus und Bravorufen bedacht wurden, noch einmal sehen will, hat am Sonntag, 22. September, 15 Uhr, und am Montag, 23. September, 14 Uhr, jeweils in der Vogtlandhalle Gelegenheit dazu.

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