Greizer sind gefragt: Wie kann Stadt nach Corona-Einschränkungen wieder aktiviert werden?

Greiz/Kopenhagen.  In Gera geboren, in Greiz aufgewachsen. Architekt Philipp Hesse aus Kopenhagen bittet Elsterstädter um Hilfe.

Philipp Hesse, Architekt.

Philipp Hesse, Architekt.

Foto: P. Hesse

Er ist dreißig Jahre alt und hat seine Kindheit in Greiz verbracht. Jetzt lebt und arbeitet er in Kopenhagen, der Hauptstadt Dänemarks, als Architekt – Philipp Hesse. Er möchte an einem offenen Ideenwettbewerb teilnehmen, der sich in erster Linie an Architekten und Designer richtet. Dafür bittet er, dass Greizer sich an dieser Umfrage beteiligen.

„Als Büro mit Schwerpunkt Bauen und Bestand und bedingt durch meine private Herkunft haben wir uns entschlossen, zur Wettbewerbsteilnahme ein Projektbeispiel an der Stadt Greiz zu entwickeln, welches nach Wettbewerbsabgabe im August 2020 auch weiterbearbeitet werden könnte“ erzählt Hesse. Die Standortfaktoren wie das historische Erbe und die Vielfalt des Kulturlebens, die vorherrschende Wirtschaftsstruktur und die demografischen Herausforderungen vor denen die Stadt steht und schon vor Corona stand, haben die Architekten bewogen, Greiz als Standort zu wählen.

Hier geht es zur Umfrage

In dem Wettbewerb, der über die internationale Plattform theark, welche von verschiedenen Fachzeitschriften und Interessengruppen betreut wird, ausgelobt wurde, geht es darum, Möglichkeiten aufzuzeichnen, wie die Wirtschaft sowie die Gesellschaft nach den monatelangen Corona-Einschränkungen wieder aktiviert werden kann. Der Fokus liegt dabei auf architektonischen und städtebaulichen Maßnahmen. Diese sollen Auslöser der Aktivierung sein.

Da Philipp Hesse seit 1999 schon nicht mehr in Greiz lebt, und seine dänischen Mitstreiter die Stadt gar nicht kennen, wollen die Architekten über eine Umfrage erfahren, wie der Greizer tickt. „Die anonyme Umfrage soll nur in der Stadt Greiz durchgeführt werden, um hier die spezifische Sicht der Einwohner auf die aktuelle Situation und deren mögliche Folgen berücksichtigen zu können. Gleichzeitig ermöglichen uns die Ergebnisse auch, die Wünsche der Bürger an ihre Stadt besser berücksichtigen zu können“, erklärt Hesse.

Hesse, der 1990 in Gera geboren wurde, lebte bis 1999 in Greiz und danach auf der sächsischen Seite des Vogtlandes. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Erfurt und der Fachhochschule Lübeck arbeitete er einige Jahren in Lübeck. 2018 entschied er sich dann nach Kopenhagen zu gehen.

Hesse hofft, dass sich viele Greizer an der Umfrage, die hier zu finden ist, beteiligen.