Greizer Kommunen nutzen neues Rechenzentrum

Das Ortseingangsschild von Seelingstädt.

Das Ortseingangsschild von Seelingstädt.

Foto: Katja Schmidtke / Archiv

Seelingstädt/Greiz.  Erste Zweckvereinbarungen mit dem Landkreis sind unterzeichnet worden.

In Seelingstädt schlägt künftig sozusagen das digitale Herz der Greizer Kreisverwaltung. Mit ihrem Beschluss Ende September des vergangenen Jahres hatten die Kreisräte den Weg frei gemacht für den Aufbau und den Betrieb eines kommunalen Rechenzentrums, in welches das Medienzentrum des Landkreises Greiz eingebunden wird und mit dem dann ebenso die technische Umsetzung des Digitalpaktes Schule gesteuert werden soll.

Städte und Gemeinden profitieren

Auch Städte und Gemeinden des Landkreises können das Rechenzentrum mit nutzen, heißt es von der Kreisverwaltung. Per Zweckvereinbarung haben sich dazu bereits die Gemeinden Langenwetzendorf und Mohlsdorf-Teichwolframsdorf sowie die Städte Greiz und Weida entschlossen.

Das Rechenzentrum sei ein kompletter Neustart mit allem, was dazu gehört: Von der Schaffung der entsprechenden Gebäude-Infrastruktur bis hin zu Servern, einer USV-Anlage zur kontinuierlichen und störungsfreien Stromversorgung sowie einem Netzwerk oder einer Telefonanlage.

Barrierefreier Zugang ist das Ziel

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ist kein Selbstzweck, sondern durch Gesetze von Bund und Land verbindlich geregelt. Alle Leistungen der Verwaltung der öffentlichen Hand sollen bis Ende nächsten Jahres barrierefrei für alle Bürger und Unternehmen online abrufbar sein. Die Herausforderungen, die damit an die Digitalisierung der Verwaltung sowohl in der internen Kommunikation als auch in der externen mit den Bürgern gestellt werden, seien immens. Prozesse und Verfahrensabläufe seien komplett umzustellen.

Seit diesem Jahr wird am Aufbau des kommunalen Rechenzentrums gearbeitet, das in Seelingstädt sein Domizil hat. Neben Eigenmitteln aus dem Kreishaushalt fließen in die Umsetzung des Vorhabens Landes- und Bundes-Fördermittel, die sich insgesamt auf rund drei Millionen Euro belaufen.