Greizer Kreisbauernchef übt Kritik an Düngeverordnung

Mohlsdorf-Teichwolframsdorf.  Der Greizer Kreisbauernchef Gerd Halbauer übt Kritik an der Thüringer Düngeverordnung. Besonders stört ihn die Auswahl der Messstellen.

Gerd Halbauer, Geschäftsführer der Teichwolframsdorfer Agrar GmbH und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Greiz/Gera

Gerd Halbauer, Geschäftsführer der Teichwolframsdorfer Agrar GmbH und Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Greiz/Gera

Foto: Marcus Voigt

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Der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Greiz/Gera, Gerd Halbauer, hat erneut Kritik an der Thüringer Düngeverordnung geäußert. Besonders störe ihn, wie derzeit die Nitratwerte im Grundwasser gemessen werden.

So würden die für seinen Betrieb, der Teichwolframsdorfer Agrar GmbH, relevanten Messstellen im Bereich der Absetzbecken der Wismut bei Seelingstädt liegen. Ein „rotes Gebiet“, wie Halbauer sagt. Dort würde der von der EU vorgegebene Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter Grundwasser deutlich überschritten.

Halbauer will Änderungen durchsetzen

„Dafür können wir nichts, denn das hängt eindeutig mit den Absetzbecken zusammen. Es ist unfair, wenn für uns dann diese Messstellen maßgeblich sind“, so Halbauer. Seine Sichtweise: Selbst wenn seine Landwirte überhaupt nicht mehr düngten, würden die Grenzwerte weiterhin überschritten werden.

„Das ist so nicht praktikabel und ein falsche Herangehensweise“, sagt Halbauer. Er wolle weiterhin das Gespräch mit zuständigen Politikern und Beamten in Erfurt suchen, um eine Neuordnung der Messstellen voranzutreiben.

Allgemein stelle die Düngeverordnung, die im vergangenen Jahr verschärft wurde, die Landwirte vor große Herausforderungen. Die Bauern des Landkreises Greiz wollen weiter auf Nachbesserungen drängen.

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