Greizer Ringer trauern um Siegfried Lippke

Greiz.  Er verstarb bereits am 5. Januar nach kurzer schwerer Krankheit. Bis 2019 war er für den RSV Rotation tätig.

Siegfried Lippke beobachtet aufmerksam ein Spiel.

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Foto: Rainer Marsch

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Die Greizer Ringer trauern um einen der erfolgreichsten Sportler aus ihren Reihen. Siegfried Lippke verstarb am 5. Januar nach kurzer, schwerer Krankheit, teilt der RSV Rotation mit. Siegfried Lippke war geschieden und hinterlässt eine erwachsene Tochter.

Er gehörte zu den erfolgreichsten Ringern, die aus dem Greizer Ringerverein hervorgegangen sind. Als zweitjüngster von fünf Brüder, die sich alle mit dem Ringkampfsport beschäftigten, kam er fast zwangsläufig zu dieser Sportart. Mit dem Training begann der 1956 Geborene an seiner Schule in Greiz-Irchwitz bei Rainer Wirth. Der zu dieser Zeit noch aktive Ringer Rainer Wirth hatte in Karl-Marx-Stadt Pädagogik studiert und als Sportlehrer den damals ersten Trainingsstützpunkt außerhalb der Jahnturnhalle vom neunmaligen DDR-Meister Kurt Hoffmann übernommen.

Siegfried Lippke konnte schon bald durch seine sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam machen, sodass er 1969 auf die Sportschule des SC Motor Jena delegiert wurde, die damals in Bad Blankenburg angesiedelt war. Während seiner ringerischen Laufbahn im Nachwuchsbereich von 1969 bis 1976 erkämpfte er sowohl bei der A-Jugend als auch bei den Junioren den DDR-Meistertitel. Vier zweite Plätze und eine Bronzemedaille rundeten die positive Bilanz ab. Bei seinen Starts ab 1976 bei den Männern hatte er das Pech, einen Ausnahmekönner wie den Hallenser Eberhard Probst vor sich zu haben, dem es gelang, viermal Medaillen bei Welt- und dreimal bei Europameisterschaften zu gewinnen. An diesem kam Siegfried Lippke nicht vorbei und unterlag viermal im Finale der Gewichtsklasse 68 Kilogramm. Die Chance zur Teilnahme an internationalen Meisterschaften war damit vergeben.

Siegfried Lippke hatte in Jena das Abitur abgelegt und beendete nach dem Abschluss seiner sportlichen Laufbahn 1981 sein Studium, das er mit Diplom abschloss, an der Erfurter Außenstelle der Deutschen Hochschule für Körperkultur Leipzig als Trainer. Nach dem Ende seines Studiums war er beim Sportclub Motor Jena als Trainer tätig. Damals wurde an der Sportschule Jena jährlich eine separate Ringerklasse aufgenommen. Ausgebildet wurden die Klassen acht bis 13 jeweils im Klassenverband. Hier war er bis zur Wende als hauptamtlicher Trainer tätig. Als nach den politischen Veränderungen in Deutschland die meisten Trainerstellen gestrichen wurden, kehrte er 1992 nach Greiz zurück. Hier arbeitete er im Dienstleistungsbereich und war über Fördermaßnahmen als Trainer im Nachwuchs- und zeitweise auch im Männerbereich tätig. Im Frühjahr 2019 beendete er aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit beim RSV Rotation Greiz, teilt der Verein mit. Der RSV Rotation Greiz werde sein Andenken stets in Ehren halten.

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