Greizer Stadtratsfraktion will Notinseln für Kinder

Greiz.  Weil es Anfang Februar zu einem Vorfall in Greiz kam, will die AfD/Bürgerfraktion Greiz sie in der Park- und Schlossstadt einrichten.

In Gera gibt es das Notinsel-Projekt schon seit ein paar Jahren. Unter anderem ist das Pressehaus der Mediengruppe Thüringen dabei. Im Bild sind die Ansprechpartner Konstanze Püsche (links) und Christine Weller bei der Einweihung 2017 zu sehen.

In Gera gibt es das Notinsel-Projekt schon seit ein paar Jahren. Unter anderem ist das Pressehaus der Mediengruppe Thüringen dabei. Im Bild sind die Ansprechpartner Konstanze Püsche (links) und Christine Weller bei der Einweihung 2017 zu sehen.

Foto: Archiv: Peter Michaelis

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Die AfD/Bürgerfraktion Greiz will erreichen, dass in der Stadt Greiz Notinseln für Kinder eingerichtet werden. Das geht aus einem Schreiben der Fraktion hervor, das der Redaktion vorliegt.

Hintergrund ist ein Vorfall Anfang Februar, der durch die „sozialen“ Medien bekannt wurde. Ein Kind sei in der Stadt von einem fremden Mann angesprochen und belästigt worden. Das Kind habe sich losreißen und dann flüchten können. Die Polizei sei verständigt.

Diese bestätigt den Vorfall, der sich am 3. Februar in der Markstraße zugetragen haben soll. Allerdings sei es „gegenüber dem Kind zu keinerlei Aufforderung“ gekommen, die „ein aktives Handeln nach sich ziehen würde“, so die Polizei auf Nachfrage. Die Ermittlungen dauerten aber noch an.

Über die Diskussion auf Facebook sei die Fraktion auf das Projekt Notinseln der Stiftung Hänsel und Gretel aufmerksam geworden, heißt es im Schreiben. Notinseln sind Geschäfte, Banken, Apotheken und ähnliches, in die sich Kinder in der Not oder bei Unsicherheiten flüchten können und Rat und Hilfe erhalten. Sie sind Anlaufstelle und praktische Hilfe zugleich. In Gera gibt es dieses Projekt bereits seit einigen Jahren.

Die nötigen Kosten beziffert die Fraktion mit 750 Euro für die Nutzung des Nothilfe-Zeichens, Beratung und Betreuung durch die Stiftung und so weiter. Dazu kämen Material- und Druckkosten, die sich nach der Größe des Standortes und der Anzahl der beteiligten Geschäfte richten.

Wann Antrag behandelt wird,ist noch unklar

Wann und ob der Antrag allerdings im Gremium behandelt wird, ist derzeit noch unklar. Es habe eine Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss gegeben, von der er aber nicht berichten dürfte, weil die Sitzung nicht-öffentlich war, sagt der Fraktionsvorsitzende Torsten Röder auf Nachfrage. Sollte dies abgelehnt werden, so wolle er prüfen, ob das Projekt beispielsweise über die Bürgerstiftung Greiz umgesetzt werden könne, deren Präsident er ist. Das scheint aber nicht nötig zu werden, wie eine Nachfrage beim Bürgermeister, Alexander Schulze (parteilos), ergibt. Es gebe einen fraktionsübergreifenden Konsens, dass dies eine gute Sache sei und man das Thema ernstnehmen müsse, sagt er. Allerdings wolle man beispielsweise noch prüfen, ob eine Institution in Greiz ähnliches vielleicht schon anbiete oder dies übernehmen könne. „Wir wollen alle Möglichkeiten abklopfen“, so Schulze. Bis zur nächsten Sitzung des Kreis- und Finanzausschusses Anfang März solle das geschehen sein.

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