Kommentar

Günstiger Luxus

Marcus Voigt über die steigenden Preise in der Eishalle Greiz.

Marcus Voigt.

Marcus Voigt.

Foto: Sascha Fromm

Sind wir ehrlich: Dass es in einer Stadt in der Größenordnung von Greiz eine Eishalle gibt, ist ein Luxus. Nicht nur die Einwohner der Residenzstadt, auch zahlreiche Winterfreunde aus einem weiteren Umkreis kommen hierher, um auf der großzügigen Eisfläche ihre Runden zu drehen.

In Zeiten der Klimaerwärmung bietet die Eishalle auch die einzige Möglichkeit in der Region, die Schlittschuhe anzulegen. Fest zugefrorene Seen, die an bitterkalten Tagen zum beliebten Ausflugsziel werden, wird es wohl auch in diesem Winter nicht geben.

Ohne die Eishalle würde es also an Winterspaß fehlen. Winterspaß, den sich die Stadt für ihre Bürger einiges kosten lässt. Die fünf Euro, die Erwachsene zahlen, um zweieinhalb Stunden die Kufen anzulegen, sind da eher als symbolischer Beitrag zu verstehen. Ohne Subventionen läge der Preis wohl doppelt so hoch.

Allerdings: Die Preisschraube kann nicht ewig gedreht werden. Ähnlich wie das Freibad sollte die Eishalle allen Greizern offenstehen, egal, wie finanzstark sie sind. Es darf nicht sein, dass der Kufensport zu einem Luxus wird, den sich nur Gutverdiener leisten können.

Denn egal ob Schneeballschlacht, ein Rodelausflug oder eben das Schlittschuhlaufen in der Eishalle: Der Winterspaß ist doch am schönsten, wenn man ihn mit anderen teilen kann.

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