Hausaufgaben aus Langenwolschendorf für Volkmar Vogel

Langenwolschendorf  Bundestagsabgeordneter wird beauftragt, sich um ungeklärte Aufgaben zu kümmern

Gisbert Voigt, Harald Seidel, Trainer, und Günter Lautenschläger aus Langenwolschendorf erläuterten Volkmar Vogel die Pläne für die Turnhallenerweiterung.  

Gisbert Voigt, Harald Seidel, Trainer, und Günter Lautenschläger aus Langenwolschendorf erläuterten Volkmar Vogel die Pläne für die Turnhallenerweiterung.  

Foto: Heidi Henze

Der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) stattete auf seiner Sommertour am Mittwoch der Gemeinde Langenwolschendorf einen Besuch ab. Das Programm an diesem Tag war voll gepackt mit dem Besuch von verschiedenen gemeindeeigenen Einrichtungen, aber auch einem Unternehmen.

So besuchte er den Kindergarten Spatzennest, informierte sich im Fledermauserlebnisgarten, in der Käserei Bemm Gusto und zu guterletzt traf er sich mit Sportlern und Mitgliedern der SG Langenwolschendorf, Abteilung Radball.

Mit dem Besuch im Kindergarten Spatzennest löste Volkmar Vogel ein vor Jahren gegebenes Versprechen ein. Er las den Knirpsen vor. So gab es eine Märchenstunde für die jüngsten Langenwolschendorfer. Das Buch „Der Regenbogenfisch“ war Leselektüre.

Märchenstunde im Kindergarten

Nach der Lesestunde ging es in den Langenwolschendorfer Fledermausgarten. Denn Volkmar Vogel hatte einen Nistkasten im Gepäck, der dort seinen Platz finden wird. Der Fledermauserlebnisgarten ist seit 2016 eine Attraktion im Ort. Langenwolschendorf ist weit über die eigenen Grenzen hinaus bekannt für sein Engagement im Artenschutz. Eine feste Größe, die viele Besucher anzieht, ist die alljährlich im Sommer stattfindende Fledermausnacht. Hier werden in einer lauen Sommernacht von Profis Fledermausarten hör- und sichtbar gemacht. Am 26. Juli findet die nächste Fledermausnacht statt. Aus der Natur kommend wurde ein weiterer Halt in der Langenwolschendorfer Käserei Bemm Gusto eingelegt. Käser Michael Bemm erläuterte die Käseherstellung, führte die Gäste durch die Räumlichkeiten und sprach von geplanten Investitionen. Online-Shop und Internetseite befinden sich im Aufbau. Für Michael Bemm ist es wichtig, nachhaltig und mit regionalen Produkten zu arbeiten. Der Langenwolschendorfer nutzte den Besuch des Bundestagsabgeordneten, um mit ihm über Mittel aus dem Förderprogramm Land(auf)Schwung zu sprechen. Die einst hier ansässige Hofkäseschule Thüringer Herz (seit 2019 nicht mehr in der Käserei Bemm Gusto ansässig) hatte Fördermittel für das ländliche Modellprojekt erhalten. Das erste Geld wurde umgewidmet, doch jetzt würde er für den Internetauftritt und Marketing weitere Mittel benötigen. „Ohne Land(auf)schwung geht es nicht“, sagt Bemm und hofft auf eine finanzielle Unterstützung, um sich deutschlandweit für den Abverkauf einen Markt erschließen zu können.

Die letzte Station des Besuches in der Gemeinde war die Langenwolschendorfer Turnhalle.

Turnhalle soll fit für die Zukunft gemacht werden

Die Langenwolschendorfer wollten mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ die Erweiterung der Turnhalle „Schleizer Hof“ stemmen. Zum einen sei die Umsetzung unbedingt notwendig, weil die hier trainierenden Langenwolschendorfer Radballer der SG Langenwolschendorf gute Chancen auf den Einzug in den Nationalkader haben und Erfolge auf Bundesebene verzeichnen können. So ist das Team aus Nils Kebsch und Manuel Paschka bereits drei Mal Deutscher Meister geworden. Ihr Ziel ist es, in der Bundesliga zu spielen. Einige Thüringenmeister hat auch der Nachwuchsbereich zu verzeichnen. Zwölf Kinder trainieren derzeit im Verein

Die Turnhalle, die im 19. Jahrhundert als Gaststätte und Kegelbahn errichtet wurde, wird aber von weiteren Sportgruppen und Vereinen genutzt, darunter die Gruppe 60 Plus, die Frauensportgruppe, Pilatesgruppe und der Karateverein Zeulenroda. Sie alle führen hier regelmäßig ihr Training durch. Auch befindet sich eine Zwei-Bahnen-Kegelanlage im Objekt, die aber für überregionale Wettkämpfe zu klein ist. Das Obergeschoss des Gebäudes wird multifunktional genutzt. Hier befinden sich Gemeinderäume und Vereinszimmer. „Wir haben keine freien Kapazitäten mehr“, unterstreicht Gisbert Voigt (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Langenwolschendorf, sein Anliegen gegenüber Volkmar Vogel.

Der Langenwolschendorfer Antrag zielt nicht nur auf den Ausbau der Turnhalle ab, um für überregionale Wettkämpfe ausgestattet zu sein, sondern das Haus sollte barrierefrei umgebaut, die Kegelbahn vergrößert, die Freianlagen gestaltet werden und vieles mehr.

Fördergelder durch Jury zunächst abgewiesen

Doch sie wurden bei der Prüfung durch eine Jury nicht bedacht. Etwas neidisch blicken sie auf Langenwetzendorf. Die Gemeinde erhielt für drei Projekte Fördermittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Das sind 90 Prozent der geplanten Investitionen.

Zahlreiche Kommunen hatten sich ebenfalls um Aufnahme in das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) im August vergangenen Jahres aufgelegte Förderprogramm mit den verschiedensten Projekten beworben. Laut BMI wären insgesamt 1300 Bewerbungen eingegangen. Davon wurden 186 Projekte durch eine Jury ausgewählt. Ursprünglich waren 100 Millionen Euro im Fördertopf. Im November 2018 wurde dieser um weitere 100 Millionen Euro erhöht.

Der Bürgermeister wollte nun wissen, welche Möglichkeiten bestehen, um doch noch finanzielle Fördermittel für die Turnhallensanierung zu bekommen. Volkmar Vogel versprach, sich kundig zu machen. Gerade in Bezug auf den barrierefreien Ausbau der Turnhalle sehe er gute Chancen, aus einem Fördertopf Geld zugewiesen zu bekommen.

Meine Meinung: Heidi Henze über eine wunderbare Information

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