Meine Meinung

Hoffnung auf bessere Zeiten

Conni Winkler über die Qual der Wahl an einem sonnigen Tag

Porträt Conni Winkler Kommentar

Porträt Conni Winkler Kommentar

Foto: Conni Winkler / OTZ

Wählen zu gehen, scheint wieder mehr in Mode zu sein. Am Sonntag herrschte strahlendes Frühlingswetter bei Temperaturen von 18 Grad. Vom Eise befreit waren Felder, Wege und Wiesen, zumindest größtenteils. Wie bei Goethes Osterspaziergang waren Wege und Straßen voll von geputzten Menschen, die ihren Spaziergang mit dem Gang zur Wahlurne verbanden. Beeindruckt hat mich die Meinung eines 16-Jährigen, der zum ersten Mal wählen durfte. Für ihn gehöre das Wählen dazu und es sei wichtig für die Zukunft. Richtig so. Kein Verdruss zu spüren in den Wahllokalen. Die Menschen schienen froh, mal vor die Tür zu können und beim Wählen den ein oder anderen zu treffen. Wenn auch nicht ganz erlaubt, so kam es zu kleineren Grüppchenbildungen vor den Wahllokalen. Die Gelegenheit wurde genutzt, um mal wieder dem Dorfklatsch oder einfach nur der gepflegten beiläufigen Konversation zu frönen. So zumindest definiert der Duden den Small Talk. Hat man fast schon verlernt in diesen Zeiten, da Kontakt zu anderen möglichst gemieden werden soll. Der nahende Frühling jedoch verbreitet Hoffnung auf bessere Zeiten.