Im Greizer Goethepark trifft Samba auf Nostalgie

Greiz  Am Oberen Schloss wird weiterhin gebaut. Deshalb weichen die Initiatoren der Greizer Kultursommertage an andere Stelle aus

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Drei Jahre fanden die Sommerkulturtage in Greiz auf dem Gelände am Oberen Schloss statt. Doch bei der vierten Auflage Ende August wird alles ein bisschen anders, sagt ­Melanie Staege vom Vorstand des durchführenden Vereins Thearter Greiz.

Nachdem 2016 in der Stadt mit zwei Schlössern keine Museums- und Kulturnacht stattfinden konnte, organisierten die Theaterfreunde kurzum ein kleines Festival für und mit Kulturschaffenden. „Zusammen mit anderen Vereinen und Helfern wollten wir die Kultur als Open-Air-Veranstaltung raus an die Menschen bringen“, sagt Melanie Staege. Als Ort dafür diente bis zum vorigen Jahr der historische Garten am Oberen Schloss, der heute als untere Schanze ­bezeichnet wird.

Aufgrund von Bauarbeiten ist dieser Bereich allerdings diesmal nicht nutzbar, was den Theaterverein zu einer neuen Idee inspirierte: „Wir stießen auf den Goethepark an der Vogtlandhalle als Veranstaltungsort im Freien und bekamen schnell das Okay der Stadt“, sagt das Vorstandsmitglied. Allerdings gehe ein Ortswechsel immer auch einher mit neuen, logistischen Herausforderungen. So müsse sich der Verein, anders als auf dem Schloss, um mobile Toiletten kümmern. Auch eine Bühne müsse diesmal von den Vereinsmitgliedern auf- und wieder abgebaut werden. Dafür erhoffe man sich an neuer Stelle mehr Laufpublikum auf einer insgesamt größeren Veranstaltungsfläche. Außerdem sei der ­Zugang für ältere und körperlich beeinträchtigte Besucher leichter als hinauf zum Schlossgelände. An allen drei Festivaltagen wolle der Verein den Besuchern am Einlass, auf der Bühne oder den Verpflegungsständen mit einem Lächeln gegenübertreten und eine positive Stimmung transportieren. Da aller guten Dinge drei sind, gebe es seitens der Stadt bereits jetzt Überlegungen, im kommenden Jahr die Sommerkulturtage in den Greizer Park zu holen. Das sei noch nicht spruchreif, sagen die Veranstalter und freuen sich über die Goethepark-Premiere vom 23. bis 25. August. Diese sei abwechslungsreich und erneut gespickt mit Höhepunkten.

Salsa, Samba und Co. animieren zum Tanzen

So stehe der Freitag erstmals ganz im Zeichen von südamerikanischem Flair. Typische Rhythmen zu Samba, Salsa und Co. sollen zum Tanzen anregen. José Pérez aus Chile präsentiert am Abend ländertypische Musik und die Geschichten dahinter.

Den Auftakt am Familiensamstag macht der Männergesangsverein Raasdorf. Anschließend entern die Protagonisten des Kleinauf-Theaters Greiz die Bühne mit einer Reise in die Südsee. Kinderschminken, Tombola und Luftballonmodellage runden das Programm ab.

In Kooperation mit dem Filmklub Casino stehe der Abend im Zeichen der Musik und Kinokunst. Die preisgekrönte „Bohemian Rhapsody“ flimmert über die Open-Air-Leinwand und zeigt das Leben von Freddie Mercury und seiner Band Queen. Sonntags könne dann bei einer Reise in die Vergangenheit ausgiebig getrödelt werden.

Gefragt nach ihrem persönlichen Höhepunkt nennt Melanie Staege das neue Format am Freitag. Sie fühle sich verbunden mit südamerikanischen Gefilden und denke zudem schon jetzt über regelmäßige Liederabende im Vereinshaus „10arium“ nach.

Dorthin werde das Sommerfestival übrigens auch ausweichen, falls der Wettergott sich nicht von der südamerikanischen Sonne animieren lässt.

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