Arbeit

Intensive Gespräche in Zeulenroda mit Pendlern

Zeulenroda-Triebes/Greiz.  Die Agentur für Fachkräftegewinnung veranstaltet den Pendlertag in Zeulenroda-Triebes

Von links: Ursula Zaumsegel, Hans-Gerhard Freimann von der Handwerkskammer, Weiterbildungsberaterin Helma Lehmann-Puhl von der Agentur für Arbeit und Andreas Knuhr.

Von links: Ursula Zaumsegel, Hans-Gerhard Freimann von der Handwerkskammer, Weiterbildungsberaterin Helma Lehmann-Puhl von der Agentur für Arbeit und Andreas Knuhr.

Foto: Tobias Schubert

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„Wir sind durchaus zufrieden mit den Besucherzahlen, dafür dass es das erste Mal war und sich das Format noch etablieren muss“: Dieses Resümee zog am Sonnabendnachmittag Andreas Knuhr, Teamleiter von der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung (ThAFF) zur Premiere des Pendlertages in Zeulenroda-Triebes. Ziel des Angebotes war es, Menschen zu beraten, die derzeit noch in andere Regionen und Bundesländer pendeln, aber vielleicht in den Landkreis Greiz oder nach Thüringen zurückkehren wollen.

Und das sei manchmal eine Zielgruppe, die schwer zu erreichen sei, wusste Knuhr. Denn die Pendler seien auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Deswegen freue man sich, dass doch einige Interessierte den Weg nach Zeulenroda-Triebes in das Gymnasium gefunden hatten.

Überhaupt sei das Konzept eher auf Klasse statt Masse angelegt. Da es sich um sehr individuelle Beratungen handele, die stark auf die Bedürfnisse und Wünsche des Gegenübers eingingen, könne es vorkommen, dass ein Gespräch bis zu einer dreiviertel Stunde dauerte. Das sei auch deswegen nötig, weil man beispielsweise durch die Gespräche erst einmal herausfinden müsse, ob das Gesuchte denn überhaupt eins-zu-eins abbildbar sei. Daher müsse man manchmal auch schauen, was es in der Region gebe und was vielleicht eine Alternative sein könne.

Bei einem der Interessierten habe ganz klar die Jobsuche im Fokus gestanden, berichtete Ursula Zaumsegel vom Landratsamt Greiz – mit der Handwerkskammer für Ostthüringen und der Agentur für Arbeit war es eines der drei Partner der ThAFF. Sie verwies auch darauf, dass der Pendlertag keine einmalige Sache sei, sondern die Interessierten auch danach noch betreut würden. Dem Jobsuchenden würde sie nun zum Beispiel im Nachgang diverse Angebote zuschicken, so Zaumsegel. Auch bei der Wohnungs- oder Kindergartensuche wolle das Landratsamt behilflich sein. In einem anderen Fall wolle man einem jungen Mädchen, das den Pendlertag ebenfalls besucht hatte, eine Übersicht über die Unternehmen im Landkreis zuarbeiten. Sie sei derzeit für ihre Ausbildung außerhalb tätig, plane aber, in einem Jahr wieder in die Region zurückzukehren. Auch Fragen zu Wohnraum und Immobilien, deren Finanzierbarkeit und Förderungsmöglichkeiten würden bei den Gesprächen im Fokus stehen.

Der Pendlertag der ThAFF findet im ganzen Freistaat Thüringen statt. Im Landkreis Greiz war es der erste, den die Agentur für Fachkräftegewinnung organisiert hatte, in ganz Thüringen gab es in diesem Jahr bereits 22. Momentan sei eine Fortsetzung des Angebotes im Landkreis Greiz geplant. Wo und wann diese stattfinden wird, steht derzeit allerdings noch nicht fest.

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