Kommentar: Den Keller aufräumen

Marcus Voigt über die neue Ausstellung in Greiz.

Marcus Voigt

Marcus Voigt

Foto: Sascha Fromm

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Es war ein schönes Gefühl, im Unteren Schloss vorab zwischen all den Spielzeugen umherwandeln zu dürfen. Auch wenn die meisten weit vor meiner Zeit entstanden sind, vermittelten doch alle denselben Eindruck: Als Kind, da war das Leben noch unbeschwert.

Besonders in der Playmobil-Abteilung kam mir dieser Gedanke, denn von den freundlich dreinblickenden Figuren hatte ich einige in meinem Kinderzimmer. Cowboys, Indianer und die mit ihnen erschaffenen Fantasiewelten wurden häufiger zu tückischen Tretfallen für meine Eltern. Und da die Weihnachtszeit naht, kam gleich noch die Erinnerung, wie kurz nach der Bescherung ein Piratenschiff unter dem Weihnachtsbaum entlang segelte. Verblasst ist hingegen die Erinnerung, wo mein Playmobil abgeblieben ist. Naturgemäß hatte ich als Teenager das Interesse daran verloren, andere Dinge wurden wichtiger. Mein Vater hat sie wohl säuberlich verpackt im Keller eingelagert. Also werde ich diesen beim nächsten Heimatbesuch einmal aufräumen und gewissenhaft suchen. Was ich mache, wenn ich fündig werde? Die Figuren wegzugeben, würde ich nicht übers Herz bringen. Also werde ich sie wohl wieder einsortieren und zurückstellen. Vielleicht finden sich davor aber ein paar unbeobachtete Minuten, in denen man noch einmal ganz Kind sein kann.

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