Kommentar: Kinderleicht zum Ziel

Marcus Voigt über den Babyempfang in Berga.

Marcus Voigt

Marcus Voigt

Foto: Sascha Fromm

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Ein Freund von mir ist vor wenigen Tagen Vater geworden. Das in durchdigitalisierten Zeiten ehrenhafte Vorhaben, ihm telefonisch zu dem freudigen Ereignis zu gratulieren, erweist sich allerdings als schwieriger als gedacht. Junge Eltern scheinen im Dauerstress zu sein.

Umso besser, dass es Veranstaltungen wie den Babyempfang in Berga gibt. Denn neben dem nützlichen Bedarf, den die Eltern dort von der Stadt bekommen, können sie sich mit anderen austauschen, die gerade in der gleichen, aufregenden Lebensphase stecken.

Zudem können erste Kontakte zu Kindergärten geknüpft werden. Das gibt Orientierung für die nächsten Schritte in Wochen, in denen es ständig etwas Neues zu lernen gibt.

Und noch etwas werden die jungen Eltern merken: Dass sich ihre Heimatstadt für sie interessiert. Es muss nicht der große Aufwand, sondern oftmals nur die kleine Geste sein, die zeigt: Wir als Stadt wollen, dass sich Eltern bei uns wohlfühlen.

Gerade in ländlichen Regionen, die mit dem demografischen Wandel zu kämpfen haben, ist das wichtig. Denn diese Wertschätzung ist neben gut ausgestatteten Kindergärten und ordentlichen Spielplätzen ein Faktor, der manch anderes Defizit des Landlebens ausgleicht.

Und wer weiß, vielleicht sind es diese kleinen Gesten, die irgendwann werdende Eltern in die Region locken.

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