Mandy Bräutigam aus Arnsgrün spendet der Greizer Kinderklinik Babysachen

Greiz  Mützen, Hosen und Spucktücher mit Leidenschaft genäht und mit Liebe verschenkt

Ulf Meyer, Chefarzt der Greizer Kinderklinik, und Schwester Cornelia Schumann (r.) ­sehen sich die Babykleidung an, die Mandy Bräutigam genäht und dem Krankenhaus ­geschenkt hat.

Ulf Meyer, Chefarzt der Greizer Kinderklinik, und Schwester Cornelia Schumann (r.) ­sehen sich die Babykleidung an, die Mandy Bräutigam genäht und dem Krankenhaus ­geschenkt hat.

Foto: Katja Grieser

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Zweieinhalb Jahre ist es her, als Mandy Bräutigams Nichte geboren wurde. „Ich wollte ihr etwas Persönliches schenken“, erzählt die Arnsgrünerin, weshalb sie zu dem Zeitpunkt mit dem Nähen begonnen hat. Da ihre Schwester kein Rosa mag, es aber viele Babyklamotten für Mädchen nur in dieser Farbe gibt, war individuelle Kleidung also gefragt.

Das kam Bräutigam gerade recht, denn sie entdeckte mehr und mehr, dass Nähen ihre Leidenschaft ist. Mit Mütze und Loopschal hat sie begonnen, „jetzt nähe ich für mich und für alle“, sagt sie. Und das meint die 22-Jährige wörtlich. Denn nicht nur Familie und Freund bekommen Kleidung, sondern auch ihr völlig unbekannte Leute. Weil sie so viel Freude am Nähen hat, sind 44 Mützchen, 15 Spucktücher und 18 Hosen unter ihren geschickten Händen entstanden. Und die hat sie jetzt der Kinderklinik des Kreiskrankenhauses Greiz geschenkt. Einfach so, weil sie es schön findet, anderen mit den Sachen eine Freude machen zu können. Und weil sie, ihre beiden Schwestern und ihre Nichte in Greiz geboren wurden und im Krankenhaus gut versorgt worden seien. Dafür will die Bürokauffrau sich bedanken.

„Wir freuen uns sehr und sind dankbar für alles, was wir als Geschenk für die Kinder bekommen“, sagt Chefarzt Ulf Meyer, der gemeinsam mit Schwester Cornelia Schumann die hübschen Kindersachen gleich in Augenschein nimmt. Mandy Bräutigam wiederum ist froh, dass sie helfen konnte – und wieder Platz bei ihr zu Hause ist, um Neues entstehen zu lassen. „Es ist einfach schön, wenn man selbst Kleidung anfertigen kann“, sagt die Arnsgrünerin. Obwohl sie nicht gewerblich näht, hat sie sich ein eigenes Label gegeben – Fadenwirbel ist auf ihren Klamotten zu lesen.

Genäht wird natürlich auch weiterhin für die Nichte, wobei das Mädchen inzwischen ein Wörtchen mitreden will. „Sie sagt mir jetzt schon immer, welche Stoffe sie gern haben will“, erzählt die 22-Jährige schmunzelnd. Aktuell soll es ein Eichhörnchen-Stoff sein.

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