Marius Koity kommentiert: Gefährliche Horrorszenarien

Marius Koity über ein haus­gemachtes Problem, das Greiz gerade noch gefehlt hat

Als hätte Greiz nicht schon genug Probleme, gibt es jetzt auch eine Bürgerinitiative gegen ein Asylbewerberheim in der Stadt. Diese Gruppierung ist allerdings ein hausgemachtes Problem. Ihr steht ein Stück weit die Entscheidung Pate, diese Gemeinschaftsunterkunft ohne je-gliche Vorab-Information an die"Öffentlichkeit zu eröffnen. Hier wurden Stimmungslagen in Greiz-Pohlitz verkannt oder verdrängt.

Die Bürgerinitiative selbst bringt in ihrem "Programm" ein paar Dinge gewaltig durch­einander. Unter ihren Befürwortern sind Leute, denen Greiz-Pohlitz egal ist und die nur etwas gegen Asylbewerberheime haben. Was diese Bürgerinitiative veranstaltet, ist für die Stadt weit gefährlicher als die Horrorszenarien, die sie entwirft. Erinnert sei nur daran, dass hiesige Firmen versuchen, Facharbeiter und Lehrlinge aus der Euro­päischen Union in die Region zu holen, und zwar um hiesige Arbeitsplätze zu sichern. Nur warum sollen denn bei dieser geballten Fremdenfeindlichkeit Ausländer nach Greiz kommen, hier ihre Arbeitskraft einsetzen, leere Wohnungen be­legen, ihr Geld ausgeben?!

Die jetzige Situation, die sich weiter hochzuschaukeln droht, ist das Ergebnis mangelhafter Kommunikation. Nur mit solcher lässt sich retten, was noch zu retten ist.

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