Mehrgenerationenhaus soll in Markersdorf entstehen

Berga.  Der derzeit laufende Abriss soll Platz für Neues schaffen. Die beiden Bauherren kommen aus Berga.

Der Bergaer Holger Ebert  ist einer der beiden Bauherren (der andere ist Mirko Ebert) und hier vor dem alten Haus zu sehen.

Der Bergaer Holger Ebert  ist einer der beiden Bauherren (der andere ist Mirko Ebert) und hier vor dem alten Haus zu sehen.

Foto: Tobias Schubert

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Die Arbeiten am Ortseingang der Bergaer Ortsteils Markersdorf laufen auf Hochtouren. Ein Bagger ist schon seit ein paar Tagen dabei, einen Wohnblock aus den 1980-er Jahren abzureißen. Wände fallen, der Schuttberg ist groß. Viele Jahre lang hatte er leer gestanden, nun soll er weichen, um Platz für ein Mehrgenerationenhaus zu schaffen, wie einer der beiden Bauherren, Holger Ebert, erklärt.

Bergaer sind Bauherren

Gemeinsam mit Mirko Ebert leitet er die Baufirma Ebert Bau Berga, die sich unter anderem für die Arbeiten an der christlichen Schule in Gera und andere Projekte in der Umgebung verantwortlich zeichnet. Das Grundstück in Markersdorf, auf dem der Wohnblock stand, hatten die beiden Bauherren 2018 erworben. Entstehen sollen hier nun neue moderne Zwei- und Vierraumwohnungen, barrierefrei, mit verglasten Balkonen und zum Teil rollstuhlgerecht.

Den derzeit laufenden Abriss führt die Firma Adler aus Ronneburg durch. Zuvor, schätzt Holger Ebert, hätte das Haus rund zehn Jahre leer gestanden. Rohbau und Wärmedämmung will die Baufirma selbst übernehmen.

Der Plan ist nun, dass sich unter einem Dach mehrere Familien zusammenfinden sollen, um sich auch gegenseitig unter die Arme zu greifen, erklärt Holger Ebert. Deswegen wolle er sowohl die kleinen Wohnungen beispielsweise für ältere Bergaer als auch die großen für Familien schaffen. So wolle er ermöglichen, dass zum Beispiel eine Familie jemanden habe, der vielleicht für ein paar Stunden einmal auf die eigenen Kinder aufpassen könnte. Im Gegenzug könnten die Jüngeren die Älteren beispielsweise einmal auch zum Einkaufen in die Stadt fahren. Für diesen Zweck soll auch ein Shuttle-Service eingerichtet werden – zumindest nach jetzigem Planungsstand.

Zwar gebe es natürlich einigen Leerstand in der Elsterstadt, weiß der Bauherr. Jedoch mangele es in Berga an großen, modernen Wohnungen, die für Familien attraktiv sein könnten. Deswegen habe er sich auch entschlossen, das alte Gebäude lieber abzureißen, als es umzubauen. So könne er potenziellen Mietern einen besseren Zuschnitt anbieten, als es bei einem reinen Umbau der Fall gewesen wäre. Nach Länge, Breite und Höhe sollen die Maße aber die gleichen bleiben wie im alten Bestand. Nur im Inneren soll sich einiges ändern, um modernen Wohnstandards gerecht zu werden und so vielleicht auch Zuzug zu ermöglichen.

Für Gedanken mehrerer Generationen unter einem Dach sollen auch Dinge wie ein Fahrstuhl, eine Spielwiese für Kinder oder ein Laubengang mit Sitzflächen mit Blick auf das darunter liegende Elstertal fallen, die das Niedrig-Energiehaus sowohl familien- als auch seniorenfreundlich machen sollen. Auch die Küche der Agrargenossenschaft in Markersdorf ist nicht weit entfernt und zu Fuß in kurzer Zeit zu erreichen.

Der Bauantrag für den Neubau ist inzwischen abgegeben. Mit circa einem Jahr Bauzeit rechnet Ebert, nachdem der Antrag genehmigt wurde. Wann der Baustart erfolgen wird, ist derzeit noch nicht ganz sicher. Auf rund 2,5 Millionen Euro schätzt er insgesamt derzeit die Investitionskosten. Der Abriss soll, wenn das Wetter mitspielt, rund 14 Tage dauern.

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