Meine Meinung: Die Toten mahnen

Die Neugestaltung des KZ-Häftlingsfriedhofes in Berga war dringend notwendig, findet Tobias Schubert.

Tobias Schubert, Redaktion Greiz

Tobias Schubert, Redaktion Greiz

Foto: Peter Michaelis

Die Neugestaltung des KZ-Häftlingsfriedhofes war dringend notwendig. Durch sie kann nun endlich würdig an Menschen erinnert werden, die durch ein Schreckens- und Terrorregime zu Tode kamen.

Wer den Platz am Baderberg kennt, wie er vor den Arbeiten und der Umgestaltung aussah, weiß, dass es untertrieben wäre, wen man ihn heruntergekommen nennen würde. Er war verwildert, überwachsen, die Erneuerung „längst überfällig“, wie zur Einweihung auch noch einmal der Bergaer Bürgermeister, Heinz-Peter Beyer (parteilos), sagte. Man muss ihm Recht geben. Gerade angesichts des zunehmenden Nationalismus in der Welt und der immer wieder aufkeimenden Fremdenfeindlichkeit bleibt die Erinnerung an den Massenmord der Nationalsozialisten wichtig.

In einer Zeit, in der wie in Hanau oder Halle wieder Menschen Angst haben müssen, erschossen zu werden, weil sie einen anderen Glauben oder eine andere Herkunft haben, mahnen die Millionen Tote des Holocaust zur Erinnerung. Denn ein solches Verbrechen darf nicht noch einmal passieren.