Meinung: Greizer früh einbeziehen

Gerade bei Großprojekten ist eine frühe Information der Einwohner wichtig, findet Tobias Schubert

Tobias Schubert, Redaktion Greiz

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Foto: Peter Michaelis

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Das Hochwasser 2013 hinterließ in Greiz viele Schäden, auch wenn glücklicherweise kein Mensch zu Schaden kam. Viele davon sind inzwischen behoben. Doch die Menschen, seien es Einwohner, Planer oder Mitarbeiter von Behörden, beschäftigt selbst fast sieben Jahre nach der Katastrophe immer noch, wie man einen ähnlichen Vorfall in Zukunft verhindern kann.

Die Lösung, die der Freistaat Thüringen für die Park- und Schlossstadt gefunden hat, heißt Flutkanal. Ein seltenes Projekt, das letzte Mal wurde ein solches Bauwerk Ende des 19. Jahrhunderts in Erfurt gebaut. Knapp 20 Jahre werden seit dem Hochwasser ins Land gegangen sein, bevor der Flutkanal fertig ist – wenn es bei den jetzigen Plänen bleibt.

Das Projekt wird Greiz verändern, wie es das Hochwasser auch getan hat. Hervorzuheben ist, dass die Öffentlichkeit so früh beteiligt wird, wie es geht. Das zeigte am Montag auch der Spaziergang mit den Sechstklässlern, die nun das Gelernte an Mitschüler und Eltern weitertragen sollen.

Diese Informationspolitik ist aber auch nötig. Schließlich werden auch Greizer vom Projekt direkt betroffen sein – siehe die Kleingartenanlage Flügelrad, die zum Teil weichen muss. Wenn man die Einwohner frühzeitig einbezieht und auf dem Weg mitnimmt, ist die Chance geringer, dass es massenhaft Widersprüche geben wird. So kalkuliert auch die Thüringer Landgesellschaft richtigerweise. Es ist ein guter Schritt.

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