Erste-Hilfe-App

Mit Greizer App Leben retten

Greiz.  Wie leistet man richtig Erste Hilfe? Eine neue App aus Greiz will dabei helfen. Neu daran ist auch, dass sie sich vor allem an Kinder richtet.

Krankenhausförderverein Greiz stellt neue Helferkids-App vor: Die beiden Chefärzte vom Greizer Krankenhaus Mike Philipp (links) und Steffen Volkert zeigen eines der Videos, das für die Helferkids-App entwickelt wurde. 

Krankenhausförderverein Greiz stellt neue Helferkids-App vor: Die beiden Chefärzte vom Greizer Krankenhaus Mike Philipp (links) und Steffen Volkert zeigen eines der Videos, das für die Helferkids-App entwickelt wurde. 

Foto: Tobias Schubert

Ein kurzes Video ist zu sehen. Zwei Kinder stellen dar, wie eines von ihnen ohnmächtig wird. Das andere eilt zur Hilfe, zeigt was zu tun ist und erklärt die Schritte. Alles wird kinderleicht dargestellt, kann einfach nachgemacht werden.

Genau das ist auch das Ziel der Helferkids-App für Smartphones, die der Krankenhausförderverein aus Greiz initiiert und über die Google Impact Challenge finanziert hat. Sie soll Kinder frühzeitig an das Thema Erste Hilfe heranführen, solange sie dafür empfänglich sind, erklärt Chefarzt Mike Philipp vom Krankenhaus Greiz und dem Krankenhausförderverein. Gemeinsam mit Chefarzt Steffen Volkert und in Zusammenarbeit mit der Rettungsambulanz Greiz GmbH Sommerfeld/Fritzsche haben sie den fachlichen Teil der App betreut. Programmiert wurde sie von der 2Peaches GmbH aus Greiz.

Im Prinzip steht die App, die sich zwar in erster Linie an Kinder richtet, aber natürlich auch von Erwachsenen genutzt werden kann, auf drei Säulen, wie die beiden Ärzte erklären. Da ist zum einen der Video-Teil, der audiovisuell und leicht erklärt verschiedene Notfallsituation darstellt und zeigt, wie man handeln kann. Als Zweites gibt es ein Wissensquiz, bei dem Erlerntes ausprobiert werden kann. Und zum Dritten gibt es eine audiovisuelle Anleitung zur Wiederbelebung, komplett mit einem Metronom, damit man den Takt der Herzdruckmassage einhalten kann.

Die App soll dabei kein statisches Projekt sein, sagt Philipp. Sie wird weiterentwickelt. Derzeit wolle man zum Beispiel mit den Rettungsleitstellen in Gera und Zwickau Kontakt aufnehmen und mit ihnen klären, wie man zum Beispiel Standortdaten des Handys im Notfall nutzen kann. Damit der Rettungsdienst schnell den Weg zum Patienten findet. Deswegen wäre man auch über Verbesserungsvorschläge froh und hofft, dass der Förderverein vielleicht auch noch ein paar finanzielle Unterstützer für das Vorhaben findet.

Die kostenfreie App Helferkids ist sowohl im Google Play Store als auch im App Store von Apple zu finden.

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