Museumscard Greiz wieder beliebter

Greiz.  Die Nachfrage nach der Museumscard Greiz ist im vergangenen Jahr gestiegen. Die Verantwortlichen wollen an dem Angebot festhalten.

Eva-Maria von Máriássy (links) und Corinna Zill werben für die Museumscard.

Eva-Maria von Máriássy (links) und Corinna Zill werben für die Museumscard.

Foto: Marcus Voigt

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Die Tourismus- und Kulturverantwortlichen von Greiz wollen an der Museumscard festhalten. Zuletzt sei die Nachfrage nach der kombinierten Eintrittskarte wieder gestiegen.

Insgesamt 181 Mal sei die Museumscard im vergangenen Jahr verkauft worden, sagte Corinna Zill, die Leiterin der Tourist-Information Greiz, am Donnerstag. Mit der Museumscard können Besucher die Museen im Oberen Schloss, im Unteren Schloss und im Sommerpalais für einen Gesamtpreis von elf Euro besuchen, ermäßigt für fünf Euro. Das Ticket ist zwei Tage lang gültig.

Rekordzahlen kurz nach der Einführung

Die Museumscard unter dem Motto „Drei Schlösser, zwei Tage, eine Stadt“ gibt es seit dem Jahr 2015. Mit 304 Verkäufen habe man im Jahr 2016 das bislang beste Ergebnis erzielt, so Zill. Wenngleich man von diesem Rekordwert mit den aktuellen Verkäufen weit entfernt sei, sei die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. 2018 seien 117 Museumscards verkauft worden. Am Preis soll sich im laufenden Jahr nichts ändern.

„Ich finde, wir haben nach einem anfänglichen Hype inzwischen solide Zahlen erreicht“, sagte Eva-Maria von Máriássy, die Leiterin des Sommerpalais. Sie und ihre Mitarbeiter würden häufig nach der Museumscard gefragt. „Und es gibt doch nichts besseres, um seine Steuern zurückzukriegen, als in einem Museum Kultur zu erleben“, so von Máriássy.

Ziel: Besucher sollen in Greiz übernachten

Die meisten Museumscards würden indes in der Tourist-Information im Unteren Schloss verkauft, so Corinna Zill. „Viele Gäste fragen uns aktiv nach der Karte. Wir bieten sie aber auch aktiv an, fragen, welche Einrichtungen unsere Besucher sehen wollen. Dann rechnen wir ihnen vor, dass sich die Museumscard lohnt“, so Zill.

Die Hauptzielgruppe des Kombitickets seien Menschen, die 55 Jahre und älter sind. „Der Weg zum Oberen Schloss ist lang und beschwerlich, da schaffen es nicht alle Besucher, sich drei Museen an einem Tag anzuschauen“, sagte Eva-Maria von Máriássy.

Der positive Nebeneffekt sei, dass man Touristen so zu einer Übernachtung in Greiz bewegen könne. „Da ist die Museumscard schon ein Argument“, so von Máriássy.

Karte soll kulturelle Angebote sichern

Aber auch die Greizer selbst könnten die Museumscard gerne in Anspruch nehmen, sagte Corinna Zill. Schließlich sei der Erwerb der Karte günstiger, als sich die Tickets für die drei Museen einzeln zu kaufen. „Zudem ist die Museumscard für die Cousine, die aus Köln zu Besuch kommt, ein tolles Geschenk“, so Zill.

Wie auch immer die Museumscard genutzt werde, sie sei ein wichtiger Faktor für die kulturellen Angebote in der Park- und Schlossstadt, so Eva-Maria von Máriássy. „Wir sollten große Anstrengungen unternehmen, um die Geschichte der Reußen unter die Leute zu bringen. Das soll nicht abreisen und ist auch unbedingt notwendig“, sagte von Máriássy. Die Einnahmen aus der Museumscard könnten dazu beitragen, die Greizer Museen langfristig zu sichern.

Die Museumscard Greiz ist in der Tourist-Information im Unteren Schloss, im Museum Oberes Schloss und im Sommerpalais erhältlich.

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