Neuform in Zeulenroda-Triebes wächst um fast 3000 Quadratmeter

Zeulenroda-Triebes  Bis zum Jahresende stehen drei neue Hallen auf dem Betriebsgelände des Türenwerks Neuform in Zeulenroda-Triebes. Das Unternehmen investiert zwei Millionen Euro.

Geschäftsführer Michael Glock freut sich, dass durch den Bau der neuen Hallen das Platzproblem gelöst wird.

Geschäftsführer Michael Glock freut sich, dass durch den Bau der neuen Hallen das Platzproblem gelöst wird.

Foto: Katja Grieser

135 Angestellte plus drei Zeitarbeiter sind bei Neuform-Türenwerk in Zeulenroda-Triebes beschäftigt. Künftig könnten es noch mehr werden, wie Geschäftsführer Michael Glock sagt. Denn stehen die drei Hallen, mit deren Bau jetzt begonnen wurde, dann kann dauerhaft im Zwei-Schicht-System gearbeitet werden. Die Auftragslage gebe das her.

Sind die Bauarbeiten Ende des Jahres abgeschlossen, ist Neuform knapp 3000 Quadratmeter größer. Halle 4 hat eine Fläche von 1600 Quadratmetern, in ihr wird künftig das Rohmateriallager untergebracht. In Halle 6 mit ihren 900 Quadratmetern wird die Fertigware gelagert. Schließlich gibt es noch die Halle 123, die den offenen Lichthof zwischen den Hallen 1, 2 und 3 – deshalb der Name des Neubaus – schließt. Hier werden auf einer Fläche von 450 Quadratmetern Montage und Verglasung untergebracht.

Größere Lagerflächen

Der Ursprungsplan sah eine große Halle zwischen Umspannwerk und Werk II vor, das entsprechende Grundstück gehört Neuform. Problem: Produktion und Logistik hätten komplett umgestellt werden müssen. „Zum Glück bekamen wir Nachbarschaftshilfe von Hans B. Bauerfeind“, freut sich Glock. Bauerfeind vom gleichnamigen Unternehmen verkaufte Neuform sein 350-Quadratmeter-Grundstück, so dass die Fertigwarenhalle nun Richtung Bauerfeind erweitert werden kann. Sie soll bis Ende des Jahres stehen.

Warum mehr Lagerplatz gebraucht wird, ist schnell erklärt. Die Bestell- und Lieferbedingungen der Kunden hätten sich geändert. Deshalb müssen mehr Türen eingelagert und diese nicht nur termingenau, sondern oftmals auch stockwerksweise angeliefert werden. Mit dem Neubau erhöht sich die Kapazität von 99 auf 504 Stellplätze. Die Halle hat eine Höhe von elf Metern und es wird ein automatisches Verschieberegal eingebaut.

Bereits im September soll das neue Rohmateriallager fertig gestellt sein. Das bisherige ist schon lange zu klein, unter anderem, weil oftmals ganze Lkw-Ladungen auf einmal untergebracht werden müssen. In der Vergangenheit wurde das Material im Werk III eingelagert. Die Folge: Der innerbetriebliche Logistikaufwand sei enorm gewesen. Das wird sich nun ändern. Die Lagerfläche am Standort wächst mit der Fertigstellung von 900 auf 2050 Quadratmeter.

Knapp zwei Millionen Euro werden investiert

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil. An- und Auslieferung sind künftig getrennt. Während die Auslieferung am bisherigen Standort bleibt, wird Neuform bald an der Rückseite des Werks beliefert. Damit werde ein aktuell teils chaotischer ­logistischer Zustand beendet.

Schließlich wird mit dem Bau der Halle 123 der Endmontagebereich von 400 auf 1300 Quadratmeter vergrößert. Damit können auch der im Werk III ausgelagerte Glasbereich wieder zusammen geführt und die Lehrwerkstatt integriert werden. Bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Fertigungs- und Montagebereich würden mit der Inbetriebnahme des Neubaus zudem einhergehen.

Fast zwei Millionen Euro einschließlich des Grundstückskaufs nimmt Michael Glock für die Erweiterung am Standort Zeulenroda-Triebes in die Hand.

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