Oskar Sala ist der Meister des Trautoniums

Greiz/Weida.  Konzert zu Ehren des 110. Geburtstags von Oskar Sala am 18. Juli in Weida

Oscar Sala (links) und Peter Pichler 1996 in Salas Studio in Berlin.

Oscar Sala (links) und Peter Pichler 1996 in Salas Studio in Berlin.

Foto: Archiv Pichler

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Der am 18. Juli 1910 in Greiz geborene Oskar Sala ist der Meister des Trautoniums. Von Friedrich Trautwein um 1929 konstruiert, wurde das Trautonium als Vorläufer jedes modernen Synthesizers beim Fest für Neue Musik in Berlin 1930 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Töne und Klänge waren bislang „unerhört“.

Öffentlichkeit war begeistert

Ein Instrument, dass innerhalb eines Tones komplett den Klang ändern kann gab es nicht. Die Öffentlichkeit war begeistert. Oskar Sala (1910-2002) entwickelte das ursprüngliche Instrument weiter zum wesentlich komplexeren Mixturtrautonium mit dem es aufgrund der subharmonischen Klangmöglichkeiten erstmals gelang, aus dem 500 Jahre alten Korsett der wohltemperierten Stimmung auszubrechen und tatsächlich „Neue Musik“ zu schaffen.

Sala konzertierte mit allen großen Orchestern und Dirigenten seiner Zeit. Die Klangmöglichkeiten seines Instruments waren heiß begehrt bei Filmemachern aller Genres.

Ob Werbefilme, Dokumentationen, Kunstfilme oder Spielfilme; Sala vertonte über 300 Filme mit seinem Instrument: auch Alfred Hitchcock, der 1963 seinen neuesten Thriller „Die Vögel“ ausschließlich von Oskar Sala mit Trautonium Klängen vertonen ließ.

Zum 110. Geburtstag von Oskar Sala spielt Peter Pichler, aus München, auf Einladung der Stadt Weida am Samstag, 18. Juli, 18 Uhr, in der Osterburg Werke aus den Anfängen der elektronischen Musik. Stücke, die eigens für die außergewöhnlichen Klangmöglichkeiten des Trautonium geschaffen wurden und auch neue Trautonium Musik der letzten Jahre ebenso wie eine live Filmvertonung mit Trautonium.

Am 19. Juli, 11 Uhr, findet ein Workshop statt, bei dem vertiefte Informationen zum Instrument vermittelt werden und die Teilnehmer sich auch selbst einmal am Trautonium versuchen können. Pichler ist aktuell – wie Sala zu seinen Lebzeiten auch - der einzige Trautonium Spieler und begeistert auch junge Komponisten wieder für die Kompositionsmöglichkeiten, die nur das Trautonium bietet. Außerdem führt er junge Menschen, für die elektronische Musik heute absolut selbstverständlich ist, zu den Ursprünge „ihrer“ Musik zurück; in eine Zeit in der noch nicht einmal jedes Haus elektrischen Strom hatte.

Um eine Anmeldung aufgrund der Hygienebestimmungen für das Konzert oder den Workshop wird gebeten: formlos per E-Mail mit Name, Anzahl der Personen und Telefonnummer an: osterburg@weida.de oder per Telefon unter 036603/62775

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