Partyservice mit fünf Sternen behauptet sich seit 30 Jahren

| Lesedauer: 2 Minuten

Greiz.  Küchenmeister investiert mehrmals in neue Standorte. Menüservice rettet ihn über die Pandemie

Karl-Heinz Böttcher will mit seinen 66 Jahren seinen Partyservice von so lange betreiben, wie er Spaß daran habe, wie er sagt.

Karl-Heinz Böttcher will mit seinen 66 Jahren seinen Partyservice von so lange betreiben, wie er Spaß daran habe, wie er sagt.

Foto: Conni Winkler

Mit 66 Jahren hat Karl-Heinz Böttcher noch lange nicht genug vom Arbeiten, wie er sagt. Seit 1991 führt der Küchenmeister den Partyservice Böttcher und blickt auf viele Veränderungen zurück.„Mit meinem Unternehmen bin ich notgedrungen vier Mal umgezogen und habe jedes Mal in die neue Küche investiert“, sagt der 66-Jährige. Die Gründe seien vielfältig und reichten von auslaufendem Mietvertrag über untragbare Pachterhöhung bis hin zu Unstimmigkeiten mit Eigentümern. „Davon habe ich mich nicht unterkriegen lassen“, sagt er. Am jetzigen Standort Im Engen Gässchen in Greiz sei er sehr zufrieden, auch mit dem Vermieter und der mit ihm. Am Anfang habe er mit seinen Mitarbeitern vor allem einen Menüservice für kleinere und mittelständische Betriebe und Senioren angeboten. Zudem betrieb er sechs Kantinen wie im Rathaus, in der ehemaligen Plastfabrik oder der Papierfabrik, und einen Kiosk in Neumühle. „Ich wollte breit aufgestellt sein, damit mein Geschäft sich immer trägt, falls mal ein Standbein wegfällt.“ In den 2000er-Jahren hat er angefangen, verstärkt Partyservice anzubieten. „Dabei setzen wir vor allem auf die Qualität.“ Es verwundert also nicht, dass er vom Deutschen Partyservicebund 2016 mit fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Das höchste, was man erreichen kann. „Wir richten jede erdenkliche Feier aus. Am meisten Freude bereiten mir Hochzeiten“, sagt der Küchenmeister. Wenn er nach dem Aufbau des Buffets die fertige Gestaltung vor Augen hat und es dem Gastgeber präsentiert, „dann ist das ein erhebendes Gefühl.“ Leider sei der Partyservice in der Pandemiezeit fast zum Erliegen gekommen. „Ich konnte diese Zeit nur überstehen, weil ich weiter den Menüservice angeboten habe“, sagt er. Bis zu 75 Prozent des Gesamtumsatzes seien im letzten Jahr weggebrochen. Derzeit beschäftigt er fünf Mitarbeiter und weitere Kräfte bei Bedarf. Seine Zukunft sieht Karl-Heinz Böttcher im Unternehmen, denn einen Nachfolger habe er nicht. „Solange ich noch Spaß daran habe, im Geschäft zu sein und das innere Feuer noch brennt, mache ich weiter.“