Post SV Zeulenroda gelingt Oberliga-Heimpremiere nach Maß

Zeulenroda  Mit einem Sieg und einer Niederlage endet der Doppelspieltag des Post SV Zeulenroda in der Tischtennis-Oberliga. Nachholbedarf sieht der Trainer vor allem in den Doppeln.

Lukas Böhme vom Post SV Zeulenroda bewahrte im Einzel gegen Ivo Wunderlich vom TTV Burgstädt die nötige Ruhe und wehrte im vierten Satz eine Reise von Satzbällen ab, um das Match seinerseits für sich zu entscheiden.

Lukas Böhme vom Post SV Zeulenroda bewahrte im Einzel gegen Ivo Wunderlich vom TTV Burgstädt die nötige Ruhe und wehrte im vierten Satz eine Reise von Satzbällen ab, um das Match seinerseits für sich zu entscheiden.

Foto: Alexander Hebenstreit

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Letztlich durfte auch Lukas Böhme seinen persönlichen Frieden mit dem langen Tischtennis-Wochenende des Post SV Zeulenroda schließen. Bis dato versuchte der neue Kapitän des Oberliga-Neulings vergeblich, Zählbares für seine Mannschaft beizusteuern, und auch bei der Heimpremiere am Sonntag drohte sein Einzel gegen Ivo Wunderlich nach 1:0- und 2:1-Satzführung zu kippen. Mit 6:10 lag er im Vierten bereits im Hintertreffen, wehrte dann aber sämtliche Satzbälle ab und siegte seinerseits mit 13:11.

Die mögliche Aufholjagd des TTV Burgstädt, die sich durch Manuel Jacobs zuvor gewonnenes Fünfsatzspiel gegen Moritz Heß angedeutet hatte, war mit Böhmes Punkt zum 6:3 im Keim erstickt. In der Folge legten die Post-Spitzen Maksym Bachurin und Oleksandr Tymofieiev mit Blitzsiegen zum Heimsieg auf und Jan Vesely vollendete in fünf umkämpften Sätzen gegen Dirk Schröder.

Zufriedenstellender Saisonauftakt

Es war der Schlussakt des Doppelspieltags der Zeulenrodaer. Am Vorabend unterlagen sie noch im Thüringer Duell bei TTZ Sponeta Erfurt mit 6:9 und belegen nach nun drei Partien Rang drei in der Oberliga Mitte, die als eine der härtesten der acht Staffeln gilt. „Das ist völlig in Ordnung für uns. Wir sind gut gestartet“, hielt Post-Trainer Jörg Müller fest, auch wenn ihm die Niederlage in der Landeshauptstadt freilich nicht schmeckte. „Vielleicht wollte wir zu viel. Wir haben zu hektisch agiert“, meint Müller.

Besonders stand dabei Lukas Böhme im Fokus, für den es das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Verein war und dessen nicht eingeplante Niederlage gegen Erfurts Nummer sechs, Luca Zengerling, der Knackpunkt gewesen sein könnte. „Gewinnt er, gehst du mit einem 5:4-Vorsprung aus der ersten Einzelrunde, so aber lagen wir hinten. Das macht schon einen Unterschied“, erklärt der Trainer der Zeulenrodaer, die gegen Sponeta zumindest das Abschlussdoppel und damit die Chance auf ein Unentschieden vor Augen hatten. Doch so weit sollte es nicht mehr kommen. Sowohl Böhme als auch Heß blieb der Sieg in der zweiten Einzelrunde verwehrt, nachdem beide über die volle Distanz gingen. 6:9 – kein Abschlussdoppel und damit kein Happy End für Post.

Happy End mit einem Tag Verspätung

Das gab es erst einen Tag später, als die Zeulenrodaer erstmals an den eigenen Tischen aufschlugen und dem TTV Burgstädt vor rund 50 Zuschauern mit 9.3 klar das Nachsehen gaben. Es war ein fest eingeplanter Erfolg, daraus macht Jörg Müller keinen Hehl. Doch er gibt auch zu bedenken: „Wenn du einzelne Spiele verlierst, kannst du auch in hier schnell ins Schwimmen geraten.“

Eine solche Situation drohte, als sich Posts völlig entnervter Youngster Moritz Heß Manuel Jacob geschlagen geben musste und Lukas Böhme parallel dazu mit dem Rücken zur Wand stand. Doch Zeulenrodas Kapitän zeigte die Nervenstärke, die er gegen seinen Ex-Verein noch vermissen ließ, und hielt sein Team in der Spur.

Das Problem sind nicht die Einzel

Den größten Nachholbedarf sieht Jörg Müller aber ohnehin nicht bei den Einzeln. „Generell muss man sagen, dass unsere Doppel noch nicht so laufen wie wir uns das vorstellen. Das Ziel muss es sein, mindestens 2:1 zu führen, aber bisher lagen wir immer hinten.“ Allerdings kommt in diesem Zusammenhang erschwerend hinzu, dass sich Steffen Wagner mit einer Schambeinentzündung herumplagt.

„Im Einzel kann man das noch einigermaßen kompensieren, indem man die Wege kurz hält. Aber im Doppel ist das nicht möglich“, klärt Zeulenroas Trainer auf. Aus diesem Grund kam am Sonntag Steve Anders im Doppel zum Einsatz, während Wagner nur im Einzel aktiv war.

Wagner im nächsten Spiel wieder im Doppel gefordert

Doch bereits bei der kommenden Aufgabe beim MSV Hettstedt wird wohl auch Wagner wieder im Doppel antreten müssen. Dann – so hofft es jedenfalls Jörg Müller – nicht nur mit einem nervenstarken Lukas Böhme, sondern auch mit besser eingespielten Doppeln.

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