Premiere des Stoppelcrosses in Tschirma

Tschirma  Bei der Premiere des Stoppelcrosses in Tschirma treten Fahrer mit Motorrädern, Quads und ATVs gegeneinander an

Beim Start geht es eng zu und der Schlamm fliegt in hohem Bogen in die Luft.

Beim Start geht es eng zu und der Schlamm fliegt in hohem Bogen in die Luft.

Foto: Norman Börner

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Benzingeruch liegt in der Luft und die Geräuschkulisse erinnert an einen tausendfach verstärkten Bienenstock. Während auf der Rennstrecke gerade die Quadfahrer lautstark um jede Position kämpfen, schiebt Roman Peschel am Infostand eine ruhige Kugel. Die Ergebnisse des letzen Rennens müssen ausgehängt werden.

Ein bisschen traurig sei der 2. Vorsitzende der Offroad-Riders-East schon, nicht selbst auf sein Quad steigen zu können. Aber als Organisator hat er alle Hände voll zu tun. Seit acht Wochen sind er und die anderen Mitglieder des Motorsportvereins Offroad-Riders-East mit der Vorbereitung des ersten Stoppelcross-Rennens in Tschirma beschäftigt gewesen. „Drei davon in Vollzeit“, sagt er. Doch das ist am Samstag alles vergessen.

100 Starter treten zur Premiere an

„Es ist einfach wunderschön zu sehen, wie sich die wochenlange Vorbereitung auszahlt“, sagt er. Rund 100 Starter melden sich für die Premierenausgabe. „Die Resonanz der Fahrer und Besucher ist super“, so Peschel.

Das spürt man. An jeder Ecke des Ackers in Tschirma ist das Motorsport-Feeling beinahe greifbar. Im Fahrerlager schrauben Marcus Kübrich und Pascal Heinrich aus Großkochberg an ihrem Quad. Die Hinterachse muss gereinigt und neu abgestimmt werden. Die beiden sind keine Neulinge im Motorsport. Fast jedes Wochenende mischen die Hobby-Rennfahrer bei so einem Event mit. „Wir können halt kein Fußball spielen. Da braucht man etwas anderes, um den Kopf frei zu bekommen“, sagt Marcus Kübrich. Aber bei allem Ehrgeiz stehe immer der Spaß im Vordergrund.

Für Marina aus Weckersdorf geht mit dem Stoppelcross-Event ein Traum in Erfüllung.

Pferdestärken statt eigenes Pferd

Als Jugendliche schwärmt sie für einen Jungen. KTM steht auf dessen Motorrad. „Irgendwann war mir der Typ egal, aber ich wollte sein Motorrad haben“, sagt sie. Als Schülerin hat sie zeitweise drei Nebenjobs gleichzeitig und spart auf ihren Traum vom eigenen Bike.

„Ich wollte schon immer lieber ein Motorrad, statt ein blödes Pferd“, sagt sie. Irgendwann wird ihr Traum wahr. Auf Crossstrecken in der Region kann sie ihre KTM-Maschine testen. Auch erste Rennen fährt sie mit dem Motorrad. Dass jetzt ein Rennen in unmittelbarer Nachbarschaft stattfindet, ist für die junge Rennfahrerin top. „Es ist toll, sich mal mit so vielen anderen Fahrern zu messen.“

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