Ramelow besucht Körperwelten und Sommerpalais

Greiz.  Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow, ist zu Gast in Greiz und trifft dabei auch auf den Plastinator Gunther von Hagens.

Der Plastinator Gunther von Hagens (links), der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (Zweiter von links)  und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow in der Körperweltenschau in Greiz

Der Plastinator Gunther von Hagens (links), der Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (Zweiter von links) und der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow in der Körperweltenschau in Greiz

Foto: Tobias Schubert

Der Thüringer Ministerpräsident, Bodo Ramelow (Linke), scheint Gefallen an der Stadt Greiz gefunden zu haben. Erst vor wenigen Monaten war er beim Kulturverein Alte Papierfabrik zu Gast, jüngst innerhalb der Veranstaltungsreihe Prominente im Gespräch. Am Montag besuchte er nun erneut die Park- und Schlossstadt und traf dabei auch auf den in Greiz aufgewachsenen Gunther von Hagens.

Die Körperweltenausstellung war der erste Stopp des Thüringer Ministerpräsidenten am Montag. Bei einem Rundgang ließ sich Ramelow die einzelnen Exponate erklären, unter anderem vom Plastinator Gunther von Hagens selbst. Der ließ es sich nehmen, Ramelow auf dem Rundgang zu begleiten. Bei der von vielen gewünschten kleinen Dauerausstellung mit Exponaten von von Hagens in Greiz, gebe es derzeit zwar noch keine konkreten Details zu verkünden, aber man wolle sie unbedingt erreichen, teilte der Greizer Bürgermeister, Alexander Schulze (parteilos), mit, der auch an dem Rundgang teilnahm. Man sei derzeit in Gesprächen, wie sie aussehen und wo sie ihren Platz finden könnte, man wolle sie aber sehr gerne realisieren, meinte er.

Vom Thema Tod kam der Thüringer Ministerpräsident auch bei einem weiteren Stopp auf seiner Greiz-Tour nicht weg: dem Greizer Sommerpalais. Denn im Museum dreht sich gerade ein kleiner Teil der Ausstellung alter Werke um die künstlerische Aufarbeitung und Verarbeitung der Pest im 15. und 16. Jahrhundert. Doch das war nicht das einzige, was ihm die Direktorin Eva-Maria von Máriássy zeigen konnte. Schließlich können Besucher derzeit auch einige Stiche von Albrecht Dürer bewundern oder durch die Ausstellung „Himmel und Hölle – Andreas J. Mueller – dem Karikaturisten zum 70. Geburtstag“ wandern. Letztere zeigt satirische Arbeiten des 1950 in Leipzig geborenen Künstler, der für seine Werke schon mehrfach ausgezeichnet wurde.

Neben Sommerpalais und Körperwelten-Schau war unter anderem das Obere Schloss eine weitere Station für Ramelow.