Einwohnerversammlung in Triebes: „Schließt uns das Waikiki in Zeulenroda nicht“

Triebes.  Wie geht es mit dem „Waikiki“ weiter? Die Triebeser zeigen zur Einwohnerversammlung großes Interesse am Tropen- und Erlebnisbad Zeulenroda.

Zur Einwohnerversammlung in Triebes ging es vorrangig um die Badewelt Waikiki und deren Zukunft.

Zur Einwohnerversammlung in Triebes ging es vorrangig um die Badewelt Waikiki und deren Zukunft.

Foto: Heidi Henze

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Man hätte am Dienstagabend zur Einwohnerversammlung in der Triebeser Regelschule fast denken können, dass man in Zeulenroda wäre und dass es, wie Gerhard Helmert in Worte fasste: „Nichts Wichtigeres gibt als das Waikiki“. Nicht, dass, das Thema nicht von hoher Präsenz geprägt ist und es auch viele Bürger interessiert, doch sollte man sich zukünftig erst in den Gremien einen klaren Weg bahnen, bevor man damit an die Öffentlichkeit geht. Schließlich würden solche Informationen, wie die Schließung der Badewelt weit über die Stadtgrenzen hinaus, ein schlechtes Bild abgeben. „Die Verkündung durch den Bürgermeister in der letzten Legislaturperiode, dass das Bad geschlossen wird, wegen den geplanten Baumaßnahmen, hat einen großen Imageschaden verursacht“, so Frank Steinwachs, Bürgermeister a.D. in Zeulenroda.

Überblick: Artikel zum Tropen- und Erlebnisbades „Waikiki“

Zu teuer für die Stadt? – Wie weiter mit der Badewelt Waikiki in Zeulenroda-Triebes

Fakt aber ist, das Thema berührt längst nicht nur die Zeulenrodaer und Fakt ist auch, dass die Badewelt Waikiki stets in Zusammenhang mit den Finanzen der Stadt steht. Und so ist es auch kaum verwunderlich, dass für Diejenigen, die der Einladung zur Einwohnerversammlung in die Regelschule Triebes gefolgt waren, klare Auskünfte wollten und sich auch ihre Gedanken dazu gemacht haben.

So wurden Fragen zur Zukunft, zu den Auswirkungen auf die finanzielle Situation der Stadt, zu den Zielen der Sanierung des Tropen- und Erlebnisbades und letztendlich auch zum Erhalt des Tropen- und Erlebnisbades von den Einwohnern gestellt.

Ein paar der knapp 60 Teilnehmer der Einwohnerversammlung baten eindringlich: Schließt uns das Waikiki nicht“.

Der Bürgermeister von Zeulenroda-Triebes, Nils Hammerschmidt (parteilos), informierte zuerst über die notwendige Fortschreibung des Haushaltssicherungskonzeptes (HSK), um Maßnahmen, die wiederholt in Angriff genommen werden müssen, weil diese in der letzten Legislaturperiode versäumt wurden und es nun gilt, bis Ende des Jahres die Fortschreibung unbedingt zu erledigen. Er setzte aber auch mit den Worten: „Ich bin ein großer Verfechter der Badewelt Waikiki und unter mir, wird es nicht geschlossen“, klare Ansatzpunkte für eine umfangreiche Diskussion.

Stetig wieder kam die Frage, ob sich die Stadt das Waikiki leisten kann. Für Hammerschmidt ebenso wie für Frank Steinwachs steht das Waikiki nicht zu Disposition, da es ein Teil des Tourismuskonzeptes der Stadt ist. „Wir brauchen ein Ganzjahresangebot, wollen wir Gäste in die Stadt locken und das Waikiki ist in aller Munde“.

Für Hammerschmidt steht die energetische Sanierung oben an, da nur dadurch Kosten bis zu 200.000 Euro gespart werden könnten. Außerdem möchte er als Geschäftsführer, das Bad aufwerten. Das Kaffee, gelegen am Wanderweg, soll öffentlich genutzt werden und der Hubboden im Sportbad für Veranstaltungen aktiviert werden. Überhaupt möchte man versuchen mit der Aufwertung des gesamten Badareals, den Mitarbeitern wieder ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern und den pro Kopf-Umsatz anschieben.

Auf die Frage, warum denn keine Rücklagen für die Ertüchtigung des Bades gebildet habe, erklärte Steinwachs die Haushaltterischen Gründe. So etwas sei nicht möglich innerhalb eines städtischen Haushaltes. Ralf Herbrich aus Triebes bat darum, dass man die Öffentlichkeit nicht ausschließen soll.

Stadthalle, Straßensanierung und Probleme in Triebes

Zum Stand der Sanierung der Stadthalle in Zeulenroda befragt, gab das Stadtoberhaupt die Auskunft, dass er weiß, dass die Stadthalle das „Wohnzimmer“ für die Bürger ist und diese auch für die Vereine benötigt wird, doch „bevor das Waikiki nicht saniert ist, sind kaum Mittel frei“, so Hammerschmidt.

Auf die Frage von Hartmut Strobel, ob Mittel für die Straßensanierung eingeplant sind, gab es ein klares „Ja“ durch den Bürgermeister. Alljährlich werden dafür Gelder im Haushaltsetat eingeplant ebenso für die Ausrüstung der Triebeser Feuerwehr. „Das ist eine Pflichtaufgabe der Stadt“, so Hammerschmidt. An der Straßeneinengung auf der Greizer Straße soll sich etwas tun. Man will das unter der Straße befindliche Gewölbe zuschütten. Im Jahr 2020 sind dafür 600.000 Euro eingeplant. Angesprochen wurde auch der Platz gegenüber der Turn-und Freizeithalle in Triebes.

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