Freizeit

Schlittschuhlaufen in Greiz wird teurer

Greiz.  Die Saison in der Eishalle Greiz ist wegen warmer Temperaturen verkürzt. Eine neue Beleuchtung wurde eingebaut.

Wolfgang Seifert, Chef der Eishalle Greiz, misst in Vorbereitung auf die neue Saison die Dicke der Eisschicht.

Wolfgang Seifert, Chef der Eishalle Greiz, misst in Vorbereitung auf die neue Saison die Dicke der Eisschicht.

Foto: Marcus Voigt

In der Eishalle Greiz beginnt am 20. November die neue Eislaufsaison. Knapp zwei Wochen vorher laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Team um Eishallenchef Wolfgang Seifert hat damit begonnen, das Eis im beliebtesten Winter-Ausflugsziel der Residenzstadt zu präparieren.

Die Eislaufsaison beginnt dieses Jahr später als bisher üblich. Der Betreiber, die Greizer Freizeit- und Dienstleistungs GmbH, begründet dies mit den langanhaltend warmen Temperaturen in diesem Jahr. „Dies wirkt sich gleich doppelt aus“, sagt Wolfgang Seifert, „einerseits würden wir bei warmen Temperaturen nicht genügend Eis zusammen bekommen, andererseits wären die Besucherzahlen gering. Die Leute sind bei schönem Wetter lieber draußen unterwegs.“

Warme Temperaturen verkürzen die Saison

Da die Betriebskosten auch während der verkürzten Saison gleich blieben, müssen die Besucher fortan etwas tiefer in die Tasche greifen. Erwachsene zahlen mit fünf Euro, Kinder und Jugendliche mit 3,50 Euro jeweils 50 Cent mehr als bisher für das Schlittschuhlaufen. Die Preise für Schulklassen, zuschauende Besucher und das Ausleihen der Schlittschuhe bleiben hingegen gleich.

„Ich denke, die Eintrittspreise sind damit immer noch fair“, sagt Wolfgang Seifert. Mit 200.000 Euro würde die Greizer Freizeit- und Dienstleistungs GmbH jährlich den Betrieb der Eishalle bezuschussen. Eine gerechtfertigte Summe, so Wolfgang Seifert. „Die Eishalle belebt die Stadt, das ganze Umfeld profitiert. Zudem sind wir der größte Jugendclub von Greiz. Die Eltern wissen, dass ihre Kinder hier gut aufgehoben sind und sich austoben können“, so der 64-Jährige.

Zwischen 50.000 und 55.000 Besucher kämen in jeder Saison in die Eishalle zum Schlittschuhlaufen. Das Einzugsgebiet reiche bis Gera, Jena, Plauen und Zwickau.

Neue Beleuchtung in der Halle

Um die inzwischen 20 Jahre alte Eishalle auf dem Stand der Zeit zu halten, wird regelmäßig in neue Technik investiert. „Die Halle hat ein gewisses Alter, aber man muss es ihr nicht ansehen“, sagt Seifert. So wurde in diesem Jahr im Maschinenhaus der Plattentauscher der Kälteanlage ersetzt. Zudem wurde die Hallenbeleuchtung mit LED-Lampen erneuert. Diese sollen nicht nur für besseres Licht, sondern langfristig auch für sinkende Stromkosten sorgen.

Besondere Höhepunkte wird es in dieser Saison, die am 8. März endet, nicht geben. „Wir bauen auf das, was sich bewährt hat“, sagt Seifert. So wird es neben dem Nikolaus- und Weihnachtsmannbesuch und drei Discoterminen am 21. Februar auch wieder den Greizer Kindereisfasching geben. Zudem seien zwei weitere der beliebten Pinguin-Laufhilfen angeschafft worden, so Seifert.

Qualität der Eisfläche ist entscheidend

Bis sich Schlittschuh-Neulinge mit diesen auf die Eisfläche wagen können, steht den Eismeistern um Wolfgang Seifert noch einige Arbeit bevor. Einen Zentimeter dick ist die Eisschicht jetzt, fünf Zentimeter sollen es am Ende sein. Dazu wird sukzessive warmes Wasser auf die heruntergekühlte Betonpiste gespritzt, bis es sich mit dieser zu einer geschlossenen Eisschicht verbindet. „Ob das Eis gut ist, merkt man beim Laufen sofort“, sagt Seifert.

In abwechselnden Zwölf-Stunden-Schichten überwachen er und sein Team, ob das Eis die gewünschte Qualität erreicht. Seit der zweiten Saison ist das Wolfgang Seiferts Aufgabe. Aufgeregt ist er dennoch jedes Mal aufs Neue. „Eismeister ist kein Lehrberuf, man lernt also ständig dazu. Auch ist immer die Frage, wie die Technik mitspielt“, sagt der Eishallenchef.

Dann schaut er auf die Fläche, auf der die Eisschicht langsam anwächst. „Klar ist da Routine dabei. Aber ich fiebere schon jedes Mal mit, bis es endlich losgehen kann“, so Seifert.

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