Spontane Grenzschließungen verhindern

Marktredwitz.  Die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit in der Euregio Egrensis ist.

František Čurka (Präsident der Euregio Egrensis AG Böhmen), Patrik Pizinger (Gemeinsamer Präsident der Euregio Egrensis), Birgit Seelbinder (Präsidentin der Euregio Egrensis AG Bayern) und Landrat Thomas Fügmann (CDU, stellvertretender Präsident der Euregio Egrensis AG Sachsen/Thüringen) präsentieren die soeben unterzeichnete gemeinsame Erklärung.

František Čurka (Präsident der Euregio Egrensis AG Böhmen), Patrik Pizinger (Gemeinsamer Präsident der Euregio Egrensis), Birgit Seelbinder (Präsidentin der Euregio Egrensis AG Bayern) und Landrat Thomas Fügmann (CDU, stellvertretender Präsident der Euregio Egrensis AG Sachsen/Thüringen) präsentieren die soeben unterzeichnete gemeinsame Erklärung.

Foto: Euregio Egrensis

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Nach der coronabedingten Zwangspause fand nun das erste persönliche Treffen des gemeinsamen Präsidiums der grenzüberschreitenden Arbeitsgemeinschaft Euregio Egrensis in Marktredwitz statt.

Der gemeinsame Präsident Patrik Pizinger fasste die vergangenen Monate treffend zusammen: „Corona war gerade die Zeit, die gezeigt hat, wie wichtig es ist, an der Grenze zusammen zu arbeiten und gegenseitiges Verständnis zu haben.“ Zukünftig müsse es wichtig sein, spontane Grenzschließungen als Lockdown-Maßnahme besser abzustimmen beziehungsweise zu verhindern.

Gegenseitiger AG-Betritt

Während der Beratung wurden nicht nur Absprachen zur Zukunft der Euregio Egrensis getroffen, sondern fand auch ein historischer Schritt seinen Abschluss. Bereits zur geplanten Jahreskonferenz im März sollte der gegenseitige Beitritt der Arbeitsgemeinschaften vollzogen werden. Leider durchkreuzte Corona diesen Plan.

Umso mehr freue es die Beteiligten, dass nun bei dieser ersten gemeinsamen Zusammenkunft die gemeinsamen Unterschriften nachgeholt werden konnten. „Bereits 1993 wurde mit einer gemeinsamen Erklärung das Fundament für 27 Jahre sehr erfolgreiche gemeinsame euroregionale Zusammenarbeit geschaffen. Mit dem heutigen Schritt bauen wir das gemeinsame Gebäude ein ganzes Stück weiter, um für die Zukunft und neue Herausforderungen gut gerüstet zu sein“, resümiert Patrik Pizinger.

Über die Euregio Egrensis

Deutsche und Tschechen finden in der Euregio Egrensis eine Plattform für grenzüberschreitenden Austausch und Begegnung. Die Zusammenarbeit über die Grenze hinweg soll ausgebaut werden. Die Bezeichnung „Euregio“ steht sowohl für ein geografisch bestimmbares Gebiet – also unsere Grenzregion – als auch für eine grenzüberschreitende Organisation. Euregios sind freiwillige regionale Zusammenschlüsse über Staatsgrenzen hinweg. Sie sind keine zusätzliche Verwaltungsebene, sondern meist eine Initiative von unten, ausgehend von Städten, Gemeinden, Regionen oder auch Vereinen und Verbänden. Die erste Euregio entstand bereits Anfang der 60er Jahre entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Heute gibt es an den deutschen Außengrenzen rund 25 vergleichbare Organisationen, in Europa über 160. Diese Grenzregionen werden auf europäischer Ebene durch die Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) vertreten.

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