Tobias Steinke wird neuer Superintendent für den Kirchenkreis Greiz

Tobias Schubert
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Tobias Steinke

Tobias Steinke

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Greiz.  Der Pfarrer tritt ab 1. Januar die Nachfolge von Andreas Görbert an, der in den Ruhestand ging.

Pfarrer Tobias Steinke wird Superintendent für den Kirchenkreis Greiz. Nach seiner einstimmigen Wahl durch die Kreissynode in Naitschau tritt er ab 1. Januar die Nachfolge von Andreas Görbert an, der in den Ruhestand ging.

Steinke übernimmt einen Kirchenkreis, der vor vielen Herausforderungen steht, wie er auch selber sagt. Wie in vielen anderen Kirchenkreisen sinken die Zahlen der Gläubigen, ab 2026 sei man deswegen aufgefordert, ein Viertel der Stellen abzubauen, sagt Steinke. Diesen Weg zu bewältigen, wird in Zukunft zu seinen Aufgaben gehören.

Auf vier Säulen will Steinke, der auch schon stellvertretender Superintendent war, dafür seine Arbeit stellen. Die erste fasst er unter dem Stichwort Teamgedanke zusammen. Das bezieht er nicht nur auf die Leitungsebene, wo man auf der Suche nach einem Weg sei, neben Pfarrer Ingolf Herbst noch einen zweiten Stellvertreter einzubinden, um als Team arbeiten zu können. Kreiskirchenrat, Kreissynode will er stärker einbinden. Auch dem geplanten Stellenabbau will man so begegnen: nicht mehr vakante Pfarrämter auf andere Pfarrer verteilen, die dadurch immer mehr Aufgaben bekommen. Sondern eher in Regionen denkend, in denen Haupt- und Ehrenamtliche sich mit ihren persönlichen Stärken und Schwächen die Aufgaben einteilen und flexibel agieren. Eine engere Zusammenarbeit mit den Kirchenkreisen Gera und Altenburg, um Synergien stärker zu nutzen, sei geplant.

Als Zweites nennt er die Haltung, die man mehr leben müsse. Die Wertschätzung des Anderen und sich über seine Erfolge freuen, nennt er als Beispiel. Einen Menschen als das akzeptieren, was er ist, und alles in Vielfalt zu leben.

Die dritte Säule solle der gemeinsame Weg werden. Entscheidungen wolle er nicht von oben herab treffen, sondern im Miteinander der Gemeindeglieder, auch wenn das vielleicht manchmal länger dauere.

Und zuletzt dürfe man das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass es nämlich nicht darum ginge, was die Kirche brauche, sondern was die Menschen benötigten.