Überraschungsparty zum Jubiläum: 20 Jahre mobiler Pflegedienst in Langenwetzendorf

Langenwetzendorf  Antje Munzert aus Langenwetzendorf hat vor 20 Jahren ihren mobilen Pflegedienst und vor zehn Jahren das betreute Wohnen in der Genossenschaftsstraße gegründet. Ihre Mitarbeiter haben heimlich ein großes Fest dazu organisiert.

Antje Munzert stößt mit ihrem Mann Andreas an, und zwar in dem mediterran präparierten Container, in dem das Jubiläumsgeschenk der Mitarbeiter und Bewohner, ein Olivenbaum, angeliefert wurde. Foto: Katja Schulz

Antje Munzert stößt mit ihrem Mann Andreas an, und zwar in dem mediterran präparierten Container, in dem das Jubiläumsgeschenk der Mitarbeiter und Bewohner, ein Olivenbaum, angeliefert wurde. Foto: Katja Schulz

Foto: zgt

Das große Sommerfest beim Pflegedienst und Betreuten Wohnen von Schwester Antje Munzert in Langenwetzendorf war dieses Jahr wegen der Straßenbauarbeiten in der Genossenschaftsstraße nicht möglich. Eigentlich. Am Ende fand nämlich doch eine große Party statt – sehr zur Überraschung von Antje Munzert und ihrer Tochter Katja Schulz, der stellvertretenden Pflegedienstleiterin.

Heimlich hatten die Mitarbeiter Munzerts das Heft in die Hand genommen, sich mehrfach getroffen, geplant und organisiert. Die beiden Jubiläen ­waren dabei nicht nur Grund, sondern auch Thema der Veranstaltung, die schließlich am 1. August gemeinsam mit den aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern sowie den Bewohnern des betreuten Wohnens stattfand.

„Wir hatten bis zum Schluss nichts gemerkt. Die Überraschung war wirklich geglückt“, sagt Katja Schulz über das mit Ideenreichtum gespickte Programm jenes Nachmittags. Schulz arbeitet seit 2005 im Unternehmen ihrer Mutter und kennt die Anfänge dessen vor 20 Jahren gut. Antje Munzert war bis 1996 als ambulante Krankenschwester in Anstellung in Zeulenroda tätig und wollte sich mit der Selbstständigkeit etwas Druck nehmen. „Meine Mutti ist jemand, die pflegt nicht gern nach Band“, erläutert Schulz, „sicherlich müssen wir auch wirtschaftlich denken. Aber wenn man selbstständig ist, kann man besser jonglieren und sagen, dass der Patient einfach mal mehr Zeit braucht.“ Immerhin sei Munzerts Leitspruch: „Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden wollt.“

Gemeinsam mit anfangs vier Mitarbeiterinnen hat Munzert von zu Hause aus mit ihrem mobilen Pflegedienst begonnen – auf 2,5 Quadratmeter Bürofläche. Zehn Jahre später, Ende 2006, folgte der Umzug in den Neubau in der Genossenschaftsstraße 22, wo seitdem auch 13 Wohnungen für betreutes Wohnen untergebracht sind.

Inzwischen sind 22 Mitarbeiter in dem Familienunternehmen beschäftigt, von dem Katja Schulz sagt: „Ohne Andreas Munzert wäre hier nichts möglich gewesen.“ Trotz dessen eigenen Jobs sei er bei allem dabei, lebe alles seelisch und moralisch mit und sei von Beginn an eine richtig große Stütze gewesen.

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