Verband für Behinderte Greiz feiert 30. Geburtstag

Greiz.  Der Verband für Behinderte Greiz feiert seinen 30. Geburtstag. Gäste würdigen die Arbeit des sozialen Vereins.

Gisela Ostermann (links) und Dagmar Pöhland stoßen auf den 30. Geburtstag des Verbands für Behinderte Greiz an.

Gisela Ostermann (links) und Dagmar Pöhland stoßen auf den 30. Geburtstag des Verbands für Behinderte Greiz an.

Foto: Marcus Voigt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Verband für Behinderte Greiz hat am Montag sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Zahlreiche Gäste würdigten in einer Festveranstaltung die Arbeit des Verbands.

Die Vorstandsvorsitzende des Verbands, Gisela Ostermann, sagte, dass man während der drei Jahrzehnte „viele Federn gelassen hat.“ Bei zahlreichen Aufgaben und Projekten hätten sie und ihre Mitstreiter sich gefragt, wie „wir das denn eigentlich schaffen sollen“, so Ostermann.

Verband kommt ohne finanzkräftigen Träger aus

Der Verband für Behinderte Greiz war am 13. Januar 1990 gegründet worden und ist damit der erste Verein, der nach der Wende in der ehemaligen Residenzstadt entstand. Heute zählt er nach eigenen Angaben 115 Mitglieder sowie 35 haupt- und zwölf ehrenamtlich beschäftigte Mitarbeiter. Der Verband hat zahlreiche Beratungsangebote, begleitet Schüler mit Einschränkungen beim Lernen, ist aber auch in der Flüchtlingshilfe aktiv.

„Ich habe großen Respekt vor ihrer Arbeit, denn sie wussten damals alle nicht, was auf sie zukommt“, sagte Landrätin Martina Schweinsburg (CDU). Besonders an der Arbeit des Verbandes sei, dass er ohne einen finanzkräftigen Träger auskomme. „Ich kann Ihnen nur zu diesem Mut gratulieren. Sie haben in den 30 Jahren das Beste daraus gemacht“, so Schweinsburg.

Neben dem Greizer Bürgermeister Alexander Schulze (parteilos) und dem Landtagsabgeordneten Christian Tischner (CDU) dankten weitere Gäste dem Verband für Behinderte für seinen sozialen Einsatz im Landkreis.

In Krisenjahren kurz vor der Insolvenz

Dagmar Pöhland, die Geschäftsführerin des Verbands, schaute in ihrer Festrede auf die Verbandsgeschichte zurück. Nach erfolgreichen Anfangsjahren sei der Verband ab dem Jahr 2007 in eine tiefe Krise gerutscht. „Wir standen kurz vor der Insolvenz, wüssten nicht mehr, wie wir unsere Kosten und die Löhne decken sollen“, sagte Pöhland.

In Kooperation mit vielen Unterstützern sei es gelungen, den Verband wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Daraus sei eine Erfolgsgeschichte erwachsen. Exemplarisch nannte sie die Schulbegleitung, mit der man heute bei über 30 Schülern die Inklusion in den Unterricht ermögliche.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.