Weidatal-Marathon: Hitzeschlacht in Weißendorf

Weißendorf  Gut 500 Teilnehmer sorgten beim Weidatal-Marathon und der Crosslauf-Premiere für einen Starterrekord.

Cheforganisator Torsten Jung (rechts) gratuliert dem 46-km-Sieger Johannes Haueis.

Cheforganisator Torsten Jung (rechts) gratuliert dem 46-km-Sieger Johannes Haueis.

Foto: Jens Lohse

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Viele Höhepunkte bot die elfte Auflage des Weidatal-Marathons. Nicht nur die Laufstrecken von den 800 Metern der Bambinis bis zum 46- Kilometer-Trail der Spezialisten hatten es in sich. Auch der erstmals ausgetragene Weidatalcross mit zu überwindenden Wasser-, Schlamm- und Kriechhindernissen ließ die Herzen der Teilnehmer höher schlagen. Insgesamt waren mehr als 500 gekommen.

„Die Zahl der Anmeldungen lag noch deutlich höher, aber die Hitze hat einige wohl davon abgehalten, ihre Distanz in Angriff zu nehmen“, so Weidatalmarathon-Gesamtleiter Torsten Jung. Den 46-km-Lauf entschied Johannes Haueis vom Crazy Runners Team Frankenwald für sich. Nach 3:49:54 Stunden erreichte er das Ziel. Vor knapp zwei Monaten hatte der Mann aus dem Landkreis Kulmbach im Team Platz zwölf bei der Trailrunning-WM in Österreich belegt. „In der letzten Kurve im Wald habe ich einen Krampf bekommen. Dis Muskulatur war total fest. Zum Glück konnte ich mich noch ins Ziel retten“, meinte der Sieger, der Micha Bähr (Bürgel) um 45 Sekunden auf den Ehrenrang verwies. „Ich habe mich verlaufen. Das war ärgerlich, kann aber bei so einem Lauf passieren“, ärgerte er sich hinterher. Der Dritte, Rico Nehls (Wilkau-Haßlau), folgte nur knapp zwei Minuten nach dem Gewinner. Bei den Frauen setzte sich mit Katrin Oelmann eine Läuferin aus Bürgel durch. In 5:07:15 h behauptete sie sich deutlich vor Carola Gasa (Mihla) und Renate Warnstedt (Triathlon Gera).

Beim Halbmarathon machte Matthias Flade vom DJK SC Vorra seinen Hattrick perfekt. Zum dritten Mal in Folge hatte der Randnürnberger die schnellsten Beine im Weidatal. „Angesichts der Hitze und des fehlenden Drucks von hinten habe ich gleich am Anfang Tempo rausgenommen. Auf den Feldern war es enorm heiß. Immerhin habe ich es noch unter eineinhalb Stunden geschafft“, verwies er auf seine Zeit von 1:29:10 h.

Bei den Frauen kam die Siegerin auch aus Franken. Sandra Lermer aus Welzheim lief in ih­rer eigenen Liga. „Das war mein erster Trail. Es war sehr interessant, im Wald zu laufen. Das ist etwas ganz anderes als auf der Straße“, erzählte sie. Über 11 Kilometer trugen sich Marcel Schied (Greiz) und Katrin Wagner (RFV Rot am See) in die Siegerlisten ein, die später auch den Weidatalcross in Angriff nahmen.

Eine überaus faire Geste gab es über die 6-km-Distanz. Der Erstplatzierte, Jens Reisemann aus Schmölln, hatte sich verlaufen. Ehe er wieder auf den richtigen Pfad fand, hatte er sein Führung eingebüßt. Doch wartete der Greizer Mike Rose auf ihn, ließ ihn wieder vorbei. „Das war ein tolle Geste“, strahlte der Sieger im Ziel. Schnellste Frau war die erst zwölfjährige Megan Ludwig vom TSV Zeulenroda.

Den Höhepunkt der gut neunstündigen Veranstaltung bildete die Premiere des Weidatalcrosses. Christian Seiler gewann die 9 Kilometer lange Strecke in 56:02 Minuten und blieb somit als einziger Starter unter der Ein-Stunden-Marke. Dahinter ordneten sich Andreas Haase und David Meckel ein. Schnellste Frau war Annett Wild (Legendhunter/1:13:20 h).

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