Werkstattleiter des Greizer Theaterherbstes suchen Mitwirkende für Inszenierungen

Greiz  Projekte in der Vogtlandhalle vorgestellt

Spannende Projekte: Am Sonntag stellten die Werkstattleiter des Greizer Theaterherbstes in der Vogtlandhalle ihre Projekte vor.

Spannende Projekte: Am Sonntag stellten die Werkstattleiter des Greizer Theaterherbstes in der Vogtlandhalle ihre Projekte vor.

Foto: Karsten Schaarschmidt

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gut 50 Interessierte nahmen sich die Zeit, um sich in der Vogtlandhalle über die Projekte der 28. Auflage des Greizer Theaterherbstes zu informieren. „Es ist Zeit...“ lautet das Motto des diesjährigen Festivals, dessen künstlerische Leitung in den Händen von Martin Heesch liegt. „Wir leben in unruhigen Zeiten, aber wie reagieren und agieren wir in diesen – und wofür ist es Zeit?“, umreißt der Berliner Schauspieler und Regisseur das Anliegen des Mottos.

Sechs Werkstätten sowie ein Stimm- und Sprachworkshop und ein Zirkusprojekt im Sommer stehen im Programm. Die Teilnahme an den von Theaterleuten aus ganz Deutschland geleiteten Projekten ist kostenlos.

Ein „Raum der Wünsche“ soll in der Eröffnungsinszenierung entstehen. Ausgehend vom Roman „Picknick am Wegesrand“ von Arkadi und Boris Strugazki will der Berliner Theatermacher Andreas Mihan ein Stück entwickeln, das sich mit den erfüllten und unerfüllten Wünschen sowie Biografien der Mitspieler beschäftigt. Die Schauspielwerkstatt für Kinder leitet der Dresdener Regisseur Morten Gensch. Er hat sich das Kinderbuch „Drei Räuber und ein Kind“ als Ausgangspunkt genommen, will dies aber um Fragen ausbauen, wie: Warum sind die drei Männer Räuber geworden?

Mit Regisseur Georg Peetz aus Falkensee kommt ein alter Bekannter nach Greiz. Vor zwei Jahren inszenierte er das Stück „Verwandlung“. Für 2019 hat er sich „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats, dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade“ von Peter Weiss ausgesucht, das ernste, aber auch humorvolle Züge besitzt. Mit dem Pantomimen Ron Agenant ist ein Theaterherbst-Urgestein am Start. 2004 und 2005 leitete er bereits erfolgreiche Pantomime-Werkstätten – und das wird auch bei „Komische Geräusche“, so der Werkstatttitel, so.

Fortsetzung findet die Filmwerkstatt als Projekt für Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren. Geleitet vom Berliner Filmemacher Pedro Deltell Colomer und seinem Team sollen Kurzfilme gedreht werden. „Wir werden den Geschichten Flügel verleihen“, versprach Boris Laaser vom Filmteam. An diesem Montag wird es einen Stimm- und Sprachworkshop unter Leitung der Berliner Regisseurin und Rhetoriktrainerin Anika Pinter geben. Zudem gibt es die Werkstatt „Kabel, Kulissen und Kostüme“ unter Leitung der Bühnenbildnerin Julia Kopa.

Ein besonderes Projekt steht vom 12. bis 16. August auf dem Plan. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 18 Jahren können sich unter Leitung des Teams des „Circus MoMoLo“ im Einradfahren, Akrobatik und Jonglage ausprobieren. Und bereits heute, 19 Uhr, ist die Ganzjahres-Schauspielwerkstatt in der Vogtlandhalle mit der Premiere mit „Der Kaiserin neue Kleider“ zu sehen.

Anmeldungen unter Telefon 03661/67 10 50 oder per E-Mail unter Greizer@Theaterherbst.de .

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.